US-Präsident Donald Trump teilte ein grausames Video eines Mordes durch einen haitianischen Migranten, um für strengere Einwanderungsregeln zu plädieren, berichtete die BBC. Der Vorfall bezieht sich auf Rolbert Joachin, der am 3. April beschuldigt wird, eine Frau mit einem Hammer in einer Tankstelle in Florida zu töten.
Details des Angriffs und rechtliche Schritte
Rolbert Joachin wurde am Freitag von US-Beamten beschuldigt, eine Frau am 3. April mehrfach mit einem Hammer geschlagen und getötet zu haben. Trump teilte ein grausames Video des Vorfalls und wiederholte seine Forderung, die Abschiebungsschutzmaßnahmen für haitianische Migranten zu beenden.
Eine Bundesrichterin blockierte vorübergehend den Versuch der Trump-Regierung, die Abschiebungsschutzmaßnahmen für mehr als 350.000 haitianische Einwanderer zu beenden, die mit der vorübergehenden Schutzstatus (TPS) im US-amerikanischen Arbeitsmarkt und Leben bleiben dürfen. Trump schrieb auf Truth Social, das Video des Mordes sei „eine der grausamsten Dinge, die Sie je sehen werden“.
Das Video, das auch von der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (DHS) online gestellt wurde, zeigt einen Mann, der eine Frau am Kopf mit einem Gegenstand schlägt, bevor sie rückwärts auf den Gehweg fällt. Danach wird sie sechs weitere Male am Kopf und am Körper geschlagen, bevor der Täter sich entfernt.
Reaktionen und Kontext von Beamten
„Es ist sinnlos. Es ist ein Video, das man nie wieder vergisst“, sagte Micah McCombs, Leiter der Homeland Security Investigations, während einer Pressekonferenz am Freitag. Die lokale Polizei bat um die Unterstützung der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), um Joachin in Fort Myers zu finden. Er wurde kurz darauf festgenommen.
Laut der DHS trat Joachin erstmals im August 2022 in die USA ein. Eine Bundesrichterin erließ 2022 eine endgültige Abschiebungsanordnung gegen ihn, doch die Biden-Regierung gewährte ihm den vorübergehenden Schutzstatus (TPS), der im Jahr 2024 abgelaufen ist, sagte die DHS.
Der TPS-Status verhindert, dass US-Beamte Einwanderer in Länder abschieben, die als unsicher gelten, unabhängig von Naturkatastrophen, bewaffneten Konflikten oder anderen Krisen. Die Regierung argumentiert, dass TPS die illegale Einwanderung fördert und von Demokraten übermäßig genutzt wird.
Rechtliche und politische Auswirkungen
Der US-Supreme Court hat die Aufnahme des Falls zum TPS-Status für Haitianer bestätigt. Die mündlichen Verhandlungen sind für diesen Monat geplant. Haitianer wurden nach dem verheerenden Erdbeben in der Karibik im Jahr 2010 als für TPS-Status berechtigt erklärt. Die Berechtigung wurde mehrfach verlängert, zuletzt 2021 unter der Biden-Regierung.
Die Trump-Regierung argumentiert, dass der TPS-Status für Haitianer zu einem dauerhaften Aufenthaltsrecht geworden sei, was nicht mit dem ursprünglichen Ziel des Kongresses übereinstimmt, nur vorübergehenden Schutz zu gewähren. Die Regierung hat versucht, TPS-Programme in mehreren Ländern abzubauen, was die Abschiebung von Hunderttausenden Migranten in den USA aus Afghanistan, Äthiopien, Honduras, Myanmar, Nepal, Südsudan, Syrien und Venezuela unter anderem möglich macht.
Laut der DHS wird Joachin „unabhängig vom Ausgang seines Falls abgeschoben“. Trumps Verwendung des grausamen Videos zur Verstärkung strengerer Einwanderungsregeln hat Debatten über die Angemessenheit derartiger Inhalte in der politischen Debatte ausgelöst.
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