Istanbul — Die türkische Spielebranche überschritt 2025 die Milliardenmarke und kam auf 1,01 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 25 Prozent gegenüber 2024, teilte die in Istanbul ansässige Gaming in Türkiye MENA EU am Donnerstag mit.

Der ‘Türkiye Game Market Report 2025’ gibt den Wert des Vorjahres mit 810 Millionen Dollar an. In Türkischen Lira wuchs der Markt um 51,46 Prozent. Der Bericht erhielt Unterstützung von Sponsoren wie Billonga, Bogazici Ventures, Turk Telekom GAMEON, GPay, JAI Portal, Joygame, Joygame Select, KOCCA und Xsolla. Er beleuchtet Trends bei Mobile-, Konsolen- und PC-Spielen.

Landesweit zählten 50 Millionen aktive Spieler. Männer machten 54 Prozent aus, Frauen 46 Prozent. In der Türkei nutzen rund 77 Millionen Menschen das Internet, bei 90,9 Prozent Penetrationsrate in der Altersgruppe 16 bis 74 Jahre.

Ozan Aydemir, Präsident von Gaming in Türkiye MENA EU, beschrieb einen globalen Wandel in der Branche. “Der Wettbewerb um die Bindung der Spieler ist intensiver denn je”, sagte er im Bericht. Das Wachstum hänge nun davon ab, Spieler in Communities einzubinden, nicht nur Neukunden zu gewinnen, ergänzte Aydemir.

Der Bericht führt neue Kennzahlen zur Produktionskapazität ein. Er verfolgt die Verteilung auf Plattformen und städtische Zentren statt nur Firmenlisten. So fängt er die rasante Entwicklung des Ökosystems data-basiert ein.

Investitionen blieben nach einem vorsichtigen 2024 selektiv, hieß es bei Startups.watch. Die Spielebranche zog dennoch Kapital an. Aydemir lobte die ausbauende Glasfaserinfrastruktur für flüssigeres Gameplay.

“Gaming ist nicht mehr nur konsumierbarer Inhalt, sondern ein ganzes ‘Erlebnispaket’ aus Zugang, Service und Community”, sagte er.

Die breite Spielerbasis zeigt die Anziehungskraft. Der hohe Frauenanteil hebt die Türkei von vielen Märkten ab. Internetzugang treibt den Boom, vor allem bei Jungen.

Branchenführer sehen die Spielerbindung als nächsten Schauplatz. Globale Märkte kühlen nach Expansionsphasen ab und setzen auf Tiefe und Loyalität. Die Türkei folgt dem Trend bei heimischer Dynamik.

Der Glasfaserausbau verbessert Online-Erlebnisse. Ländliche und städtische Spieler profitieren von niedriger Latenz und stabilen Verbindungen. Das fördert E-Sports und Live-Service-Titel.

Der Bericht hebt Istanbuls Dominanz in der Spieleentwicklung hervor. Aufstrebende Cluster entstehen in Ankara und Izmir. Mobile-Spiele führen beim Umsatz, PC und Konsolen holen auf.

Mit 50 Millionen Spielern bei rund 85 Millionen Einwohnern zählt die Türkei zu Europas Top-Spielmärkten. Exporte in MENA- und EU-Regionen steigern das Volumen.

Aydemirs Aussagen unterstreichen eine reifende Branche. Türkische Studios streben globale Partnerschaften an und nutzen lokales Talent sowie bessere Technik. Sponsoren zeigen mit ihrer Unterstützung Vertrauen.

Herausforderungen bleiben. Inflation und Währungsschwankungen bremsen Lira-Wachstum, Dollar-Zahlen zeigen jedoch Stärke. Spielerbindung erfordert ständige Innovation bei Inhalten und Engagement.