Maduros Anwalt Barry Pollack hatte im Februar den Manhattaner Bezirksrichter Alvin Hellerstein gebeten, das Verfahren abzuweisen — Er argumentierte, dass die Verbotsklausel, wonach die Regierung in Caracas keine Anwaltskosten für Maduro übernehmen darf, gegen dessen Recht auf freie Anwaltschaft verstoße.
In einer Gerichtsakte stimmten Anwälte des US-Justizministeriums zu, die Sanktionen so zu ändern, dass die venezolanische Regierung Maduros Verteidiger bezahlen kann. Sie sagten, diese Änderung mache den Antrag der Verteidigung, das Verfahren abzuweisen, „überflüssig“.
Diese Wende ist Teil eines eng beobachteten Prozesses, der eine Reihe von Rechtsfragen aufwirft, insbesondere wegen Maduros Status als ehemaliger Staatsoberhaupt und der Art und Weise, wie er in US-Gewahrsam genommen wurde.
Kritiker bezeichnen die Verfahren als grundlegend illegitim. Sie verweisen auf die außergewöhnliche US-Militäraktion, bei der Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores aus Venezuela entführt wurden. Rechtsexperten bezeichnen diesen Überfall als offensichtliche Verletzung des Völkerrechts.
Die Regierung Trump betont, dass die Entführung eine Polizeiaktion sei, die vom Militär unterstützt wurde. Sie argumentiert, dass Washington Maduro nicht als legitimen Führer Venezuelas anerkenne, nachdem mehrere Wahlen umstritten verlaufen seien.
Nach dem Völkerrecht-Konzept der „Staatsoberhauptenimmunität“ sind amtierende Weltführer in der Regel vor Gerichten anderer Länder immun.
Nach ihrer Entführung nach den USA haben Maduro und Flores ihr Unschuld bestritten und befinden sich weiterhin in Haft in Brooklyn, New York. Maduro leugnet die US-Vorwürfe und sieht darin einen falschen Vorwand, um die natürlichen Ressourcen Venezuelas zu übernehmen.
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, er wolle, dass ausländische Unternehmen auf die riesigen Ölreserven Venezuelas zugreifen.
Bei einer Anhörung am 26. März signalisierte Richter Hellerstein nicht, dass er das Verfahren abweisen werde. Er fragte jedoch, ob die Sanktionen, die es der venezolanischen Regierung verbieten, Maduros Anwaltskosten zu übernehmen, gegen verfassungsmäßige Rechte verstoßen könnten.
Alle kriminellen Angeklagten in den USA haben verfassungsmäßige Rechte, unabhängig davon, ob sie US-Bürger sind oder nicht.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte damals, dass die Sanktionen auf Sicherheitsinteressen beruhten und dass die ausführende Gewalt, nicht das Gericht, die Außenpolitik leite.
Die Staatsanwaltschaft betonte zudem, dass Maduro und Flores ihre eigenen Mittel nutzen könnten, um sich einen Anwalt ihrer Wahl zu leisten.
„Der Angeklagte ist hier, Flores ist hier. Sie stellen keine weitere Sicherheitsbedrohung dar“, sagte Hellerstein.
„Das Recht, das über allen anderen Rechten steht, ist das Recht auf verfassungsmäßige Anwaltschaft.“
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