Am 10. Juni starteten die USA Angriffe in Südiran. Ziel waren iranische Luftverteidigungssysteme, Küstenüberwachung, Flugabwehrlenkraketen, anti-schiffliche Cruise-Missiles und Drohnenstartstellen, wie ein US-Vertreter gegenüber Reuters sagte. In der südlichen Hafenstadt Sirik, auf Qeshm-Insel und in der Nähe von Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet, wie staatliche iranische Medien berichteten. Iranische staatliche Fernsehsender berichteten, dass sich die Lage in Bandar Abbas und Qeshm seitdem beruhigt hat.
US-Handeln und iranische Reaktion
Wie CENTCOM mitteilte, erfolgten die Angriffe als Reaktion auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe im Hormus-Straßengraben. Der US-Vertreter fügte hinzu, dass die Angriffe vom 10. Juni vier- bis fünfmal größer und stärker als der vorherige Angriff vor zehn Tagen waren, wie Axios berichtete. Iranische staatliche Medien meldeten mehrere Verletzungen nach den Angriffen, wobei Splitter Schäden an der Hafenterrasse in Sirik verursachten.
Das Auswärtige Amt des Iran verurteilte die jüngste Entscheidung der US-Finanzbehörde, die vorübergehende Einstellung der Sanktionen gegen den iranischen Ölhandel aufzuheben. Das Amt erklärte, Iran „hält die USA für verantwortlich, das Memorandum of Understanding verletzt zu haben“, und werde „alle Maßnahmen ergreifen, die wir für notwendig erachten, um unsere Interessen und nationale Sicherheit zu schützen.“ Zudem stellte das Amt fest, dass die USA in den letzten 20 Tagen, entweder direkt oder durch die Handlungen des „zionistischen Staates gegen Libanon“, die Bedingungen des Memorandums verletzt hätten.
Strategische Bedeutung und Eskalation
Der Al Jazeera-Korrespondent Tohid Asadi wies darauf hin, dass die Angriffe in Gebieten stattfanden, die eine hohe geostrategische Bedeutung haben, insbesondere in der Nähe des Hormus-Straßengrabens. Sechs Explosionen wurden auf Qeshm-Insel gemeldet, der größten Insel in der Nähe des Grabens, und sieben in der Nähe des Hafens von Sirik. Asadi betonte, dass diese Orte für die Kontrolle des Grabens durch Iran entscheidend sind. Die militärische Aktion der USA markiert eine mögliche Eskalation nach einem zweiwöchigen Waffenstillstand, der seit dem 8. April bestand, wie die südkoreanische Nachrichtenseite Nate berichtete.
Reuters berichtete, dass iranische Medien Geräusche auf Kish-Insel, Luftverteidigungsaktivitäten im westlichen Teheran und Explosionen in Sirik und Minab meldeten. US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth hatten bereits am selben Tag öffentlich weitere Angriffe angekündigt. Der Iranische Revolutionsgarden (IRGC) gab bekannt, mit Raketen und Drohnen gegen US-bezogene Ziele in Jordanien, Bahrain und Kuwait gerächt zu haben.
Weitere regionale Auswirkungen
Der US-Zentralkommando teilte mit, dass die Operation eine angemessene Reaktion auf einen unbegründeten iranischen Angriff sei, mit Bezug auf den Absturz eines US-Army Apache-Hubschraubers. Obwohl das Weiße Haus betonte, keine Eskalation anstrebe, bleiben die Spannungen hoch, mit vereinzelten Gefechten. Laut der deutschen Zeitung „Kronen Zeitung“ führte Israel mit US-Unterstützung einen vorbeugenden Angriff gegen den Iran durch. Iran antwortete mit Raketenangriffen, und die Region ist jetzt in Alarmbereitschaft.
Weitere Explosionen wurden in Kuwait, Riyadh (Saudi-Arabien) und Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) gemeldet. Berichten zufolge wurden auch pro-iranische Gruppen in Irak angegriffen. Ziviler Luftverkehr wurde weitgehend eingestellt, da die Lage eskalierte. Der Hormus-Straßengraben, eine wichtige Öltransportroute, wurde von Iran geschlossen, was Sorgen um globale wirtschaftliche Auswirkungen auslöst.
Bislang gab es keine offizielle Antwort des iranischen Militärs, und es wurden keine bestätigten Opfer durch die US-Angriffe gemeldet. Die Lage bleibt jedoch flüchtig, mit der Möglichkeit einer weiteren Eskalation in der Region.
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