Die US-Notenbank erhöhte am Mittwoch die Zinsen um 25 Basispunkte und brachte den Leitzins auf ein Niveau von 3,75 bis 4 Prozent; Dies ist die erste Zinserhöhung seit Juli 2023 und folgt fünf aufeinanderfolgenden Sitzungen, bei denen die Zinsen unverändert blieben. Der Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte mit 12:0 für die Erhöhung, wie Fox Business berichtete.

Wirtschaftliche Stärke und Inflationsbedenken

Fed-Chef Kevin Warsh hob hervor, dass Preisstabilität und Vollbeschäftigung Priorität haben. Die US-Wirtschaft zeige Zeichen von Resilienz, hieß es in der Erklärung des FOMC. Trotz anhaltender geostrategischer Unsicherheiten bleibe der private Konsum stark, und der Arbeitsmarkt wachse weiter. Die Arbeitslosenquote blieb stabil.

Warsh räumte ein, dass Inflation nach wie vor ein zentrales Problem sei. „Inflation bleibt hoch“, hieß es im FOMC-Bericht. Die Zinserhöhung solle einen schnelleren Rückgang auf das 2-Prozent-Ziel unterstützen. Laut BBC liegt die US-Inflation bereits seit über fünf Jahren über dem Zielwert, unter anderem durch steigende Kraftstoffpreise und höhere Kosten für Güter und Dienstleistungen.

Auswirkungen auf Märkte und Öffentlichkeit

Goldkurse fielen nach der Zinserhöhung auf knapp unter 4250 Dollar, wie tmgm.com berichtete. Der US-Dollar gewann an Stärke, und höhere Kreditkosten belasteten nicht renditeträchtige Vermögenswerte wie Goldbarren. Die Entscheidung der Fed löste zudem Spekulationen über weitere Zinserhöhungen aus. Der FOMC rechnet mit einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte in diesem Jahr, prognostiziert aber auch, dass der Leitzins bis ins nächste Jahr nahe dem aktuellen Niveau verharren wird.

Hohe Zinsen können Konsum und Investitionen hemmen, wie die BBC betonte. Gleichzeitig sollen sie aber Inflation bekämpfen und die Wirtschaft stabilisieren. Warsh betonte, dass niedrigere Inflationsraten besonders Menschen mit geringem Einkommen entlasten würden, die oft am stärksten von steigenden Kosten betroffen seien.

Politische Spannungen und öffentliche Reaktion

Die Zinserhöhung hat die Spannungen zwischen dem Weißen Haus und der US-Notenbank erneut verschärft. Präsident Donald Trump kritisierte bereits zuvor Fed-Chef Jerome Powell dafür, keine Zinssenkung vorgenommen zu haben, und forderte eine Reduzierung auf 1 Prozent oder darunter. Als er nach der Botschaft gefragt wurde, die die Zinserhöhung für Trump sende, antwortete Warsh mit einem Lachen: „Ich habe nichts für Sie zu einer Diskussion mit dem Präsidenten“, wie die BBC berichtete.

Trump sagte später: „Ich verlasse mich auf Kevin, aber er hat, wie man weiß, eine sehr harte Kommission.“ Der Präsident wiederholte zudem seine Ansicht, dass die Zinsen zu hoch seien und nicht angemessen. Analysten vermuten, dass die anhaltenden Spannungen zwischen der Regierung und der Fed den Schutzbedarf für sichere Anlagen wie Gold beeinflussen könnten, obwohl makroökonomische Faktoren wie Renditen und Dollarstärke solche Ströme weiter begrenzen.