US-Senator Tim Sheehy, ein Republikaner aus Montana und ehemaliger Navy-SEAL, brach versehentlich die Hand von Brian McGuinness, einem ehemaligen Marine und Anti-Kriegsprotestierenden, während eines angespannten Vorfalls am US-Capitol, wie Videoaufnahmen und Polizeiaussagen zeigen.

Der Vorfall ereignete sich während eines Protests gegen die US-Militäraktion in Iran, bei dem McGuinness, in seiner militärischen Uniform, von Capitol-Polizisten aus einer Sitzung des Senate Armed Services Committee entfernt wurde. Laut dem Video half Sheehy, der ebenfalls ein ehemaliger Militäroffizier ist, den Polizisten dabei, McGuinness zu entfernen, wobei McGuinness’ Hand brach.

Das Video, das viral ging, zeigt McGuinness, der ruft: „Niemand will für Israel kämpfen!“, während die Beamten ihn wegziehen. Die Aufnahme zeigt auch Zuschauer, die entsetzt reagieren, wobei einer ruft: „Seine Hand! Seine Hand!“ und ein anderer ausrufe: „Oh mein Gott.“ Die Polizisten bitten McGuinness, die Tür und seine Hand loszulassen.

Sheehy, ein Republikanischer Senator, kommentierte den Vorfall später auf X, indem er sagte, dass die Capitol-Polizei einen „unhinged Protagonisten“ aus der Sitzung entfernt habe. Er erklärte: „Er wehrte sich. Ich entschied mich, zu helfen und die Situation zu entschärfen.“ Er fügte hinzu: „Dieser Mann kam zum Capitol, um eine Auseinandersetzung zu suchen, und er bekam eine. Ich hoffe, er erhält die Hilfe, die er benötigt, ohne weitere Gewalt zu verursachen.“

Brian McGuinness, der von 2000 bis 2004 im US-Marine Corps diente, ist ein Kandidat der Green Party für den Senatssitz in North Carolina bei der allgemeinen Wahl 2026. Er absolvierte die Quincy Senior High School und erhielt später 2006 einen Abschluss an der John Wood Community College.

Laut einer Erklärung der Capitol-Polizei wurde McGuinness von der Polizei verhaftet und steht unter drei Anklagen wegen Angriffs auf einen Polizisten, drei Anklagen wegen Widerstands gegen die Verhaftung und unerlaubten Demonstrationsverhaltens. Die Polizei beschrieb McGuinness als „unzüglichen Mann, der während einer Sitzung illegal protestierte“ und sagte, seine Handlungen hätten alle Anwesenden in eine „gefährliche Situation“ gebracht.

Die Capitol-Polizei bestätigte, dass McGuinness nach einem gewalttätigen Widerstand gegen die Bemühungen der Beamten, ihn aus der Sitzung zu entfernen, aus der Sitzung entfernt wurde. Die Polizei betonte, dass der Vorfall während einer „illegalen Demonstration“ stattfand und dass McGuinness’ Handlungen „gewalttätig und gefährlich“ waren.

Sheehy teilte das Video auf sozialen Medien, das ursprünglich von Alan He, einem CBS News Reporter, der sich mit Capitol-Angelegenheiten befasst, gepostet wurde. Das Video zeigt Sheehy und Capitol-Beamte, die McGuinness physisch aus dem Sitzungssaal entfernen. McGuinness war zu diesem Zeitpunkt noch in seiner militärischen Uniform.

Laut Berichten wurde McGuinness’ Hand während der Entfernung gebrochen, und der Vorfall löste Diskussionen über die Behandlung von Demonstrationen im Capitol aus. Einige fragen nach der Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Gewalt, während andere die Handlungen der Beamten und Sheehy, der ebenfalls ein Militärveteran ist, verteidigen.

Sheehys Beteiligung an dem Vorfall hat Aufmerksamkeit erregt, insbesondere wegen seiner eigenen militärischen Erfahrung. Als ehemaliger Navy-SEAL wurden seine Handlungen im Licht seiner Dienstgeschichte und seiner Rolle im Senat kritisch betrachtet.

Der Vorfall erfolgt im Zusammenhang mit breiteren Diskussionen über die Rolle von Demonstrationen im US-Capitol, insbesondere in Bezug auf militärische Politik und internationale Konflikte. Mit der bevorstehenden allgemeinen Wahl 2026 könnte McGuinness’ Kampagne den Vorfall als Teil seiner Plattform nutzen.

Die Capitol-Polizei hat bisher keine weiteren Kommentare zu dem Vorfall abgegeben, außer ihrer ursprünglichen Erklärung, und der rechtliche Fall von McGuinness wird in den nächsten Wochen entschieden werden. Inzwischen verbreitet sich das Video weiter online und fördert Diskussionen über Demonstrationsrechte und das Verhalten von Beamten im Capitol.