US-Streitkräfte führten einen kinetischen Angriff auf ein Boot im östlichen Pazifik durch und töteten zwei Personen, wie die US Southern Command (SouthCom) mitteilte. Der Angriff markiert den ersten solchen Einsatz in Monaten und ist Teil einer umfassenderen Kampagne gegen Drogenkuriere, wie The Guardian und Fox News berichteten.

Vermuteter Drogenhandel

Das Boot war angeblich an Drogenhandel entlang bekannter Routen im östlichen Pazifik beteiligt, wie SouthCom bestätigte. Ein Statement der Kommandantur bestätigte, dass das Boot aktiv an Drogenkriminalität beteiligt war. Allerdings wurden keine Beweise vorgelegt, um diese Behauptungen zu stützen.

General Francis L. Donovan, Kommandeur von SouthCom, erklärte, dass die USA sich verpflichtet seien, „totalen systemischen Widerstand gegen Drogen-Terroristen aufzubauen – ihre Operationen zu stören, ihre Führung zu zerschlagen und Drogenkartell-Terror in der Region zu eliminieren.“ Er fügte hinzu, dass die Operation eine „starke Demonstration unserer tödlichen Präzision, überwältigenden Fähigkeiten und absoluten Entschlossenheit sei, die US-Heimat zu schützen.“

Suche nach Überlebenden und begrenzte Ressourcen

USSOUTHCOM aktivierten ihr Such- und Rettungssystem, um einen vermutlichen Drogen-Terroristen zu finden, der möglicherweise den Angriff überlebt hatte. US-Küstenwache-Kapitän Patrick Dill teilte jedoch mit, dass die verfügbaren Ressourcen aufgrund von Distanz- und Reichweitenbeschränkungen „extrem begrenzt“ seien. Deshalb wurde die Suche am 2. Januar abgebrochen. „Das Abbrechen einer Suche ist nie einfach“, schrieb Dill in einer Erklärung. „Angesichts des ausgedehnten Suchaufwands, der fehlenden positiven Hinweise und der sinkenden Überlebenschancen haben wir die aktive Suchaktion ausgesetzt, bis weitere Entwicklungen eintreten.“

Der letzte kinetische Angriff im östlichen Pazifik fand am 31. Dezember 2023 statt, als US-Streitkräfte drei vermutete Drogenhandelsboote angriffen. Die Boote befanden sich in internationalen Gewässern und wurden angeblich von terroristischen Organisationen betrieben. Behörden behaupteten, dass die an Bord befindlichen Personen Drogen zwischen den drei Booten transferiert hätten, bevor die Angriffe stattfanden. Drei Drogen-Terroristen wurden angeblich auf dem ersten Boot getötet, während die Personen auf den anderen beiden Booten angeblich vor dem Sinken ins Wasser sprangen.

Umfassende Kampagne und Ergebnisse

Der Angriff erhöhte die Gesamtzahl der Todesopfer auf 223 Personen, die in 67 Angriffen getötet wurden, seit fast einem Jahr die Kampagne gegen Drogenhandelsboote an der Karibikküste Lateinamerikas und im östlichen Pazifik läuft. Laut SouthCom hat die Kampagne zur Zerstörung von 64 Schnellbooten, drei „niedrigen Profil“-Schiffen und einem halbversenkten Boot geführt. Die Kampagne wurde von der Trump-Regierung gestartet, die sie als Strategie zur Bekämpfung von „Drogen-Terroristen“ beschrieb, die Drogen in die USA schmuggeln.

Trotz dieser Bemühungen zeigen zahlreiche Berichte, dass die Angriffe kaum dazu beigetragen haben, den Drogenfluss in das Land zu stoppen. Der neueste Angriff erfolgte, während die Regierung Verträge mit Verbündeten abschließt, um ihre Offensive auf Land in mehreren lateinamerikanischen Ländern auszudehnen.

Ein pixeliertes schwarz-weiß-Foto, das auf dem X-Account von SouthCom veröffentlicht wurde, zeigte das Boot, wie es durch das Wasser fuhr, bevor es von einer Explosion getroffen wurde, die ein großes Lichtblitz erzeugte.