Die USA haben Syrien aus der Liste der ‘Staaten, die Terrorismus unterstützen’, gestrichen. Dieser Schritt wurde im Jahr 2025 angekündigt und bestätigt. Zudem wurde die Bezeichnung der Gruppe al-Nusrah Front, ehemals unter der Führung von Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa, als globale ‘Terrororganisation’ aufgehoben, wie Al Jazeera berichtete.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Streichung Syriens aus der Liste wird erwartet, Beschränkungen bei US-Außenhilfe, Rüstungsexporten und Finanztransaktionen zu lockern. Diese Maßnahmen gelten nun als entscheidende Hürden für Investitionen in Syrien. Das Land versucht, sich in der internationalen Gemeinschaft und den Märkten wiederzubegeben, wie Al Jazeera meldete. Der Gouverneur der syrischen Zentralbank, Safwat Raslan, bezeichnete den Schritt als ‘einen historischen Fortschritt, der das Land in seine natürliche Stellung im globalen Wirtschaftssystem zurückbringt’.

Nachdem im Juni 2025 Sanktionen gegen Syrien aufgehoben wurden, gab die USA im Juli bekannt, Syrien von der Terrorliste zu streichen. Dies erfolgte aufgrund der Bemühungen al-Sharaas, das Land zu vereinen, wie Finanzminister Scott Bessent in einer Erklärung sagte: ‘Diese Maßnahme wird zusätzliche Investitionen in Syrien fördern, um politische und wirtschaftliche Stabilität zu schaffen’.

Politischer Hintergrund

HTS war einst die offizielle Zweigorganisation von Al-Qaida in Syrien und wurde von al-Sharaa geleitet. Unter seiner Führung gelang es der Gruppe, im Dezember 2024 den ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad nach einem Blitzangriff zu stürzen, wie Al Jazeera berichtete. Al-Sharaa hat eine charmöse Offensive gestartet, die Experten zufolge auf westliche Mächte abzielt, einschließlich Treffen mit Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Separat wies die Korea JoongAng Daily auf den weiteren Kontext der US-Entscheidungen zu Staaten, die Terrorismus unterstützen, hin, insbesondere im Fall Nordkoreas. Der Artikel hob hervor, dass das Außenministerium vor einer entscheidenden Entscheidung steht, was Nordkorea angeht, unter dem Iran-Russland-Nordkorea-Sanktionsgesetz, das im August verabschiedet wurde. Dieses Gesetz verpflichtet den Außenminister, innerhalb von 90 Tagen zu entscheiden, ob Nordkorea wieder in die Liste der Terrorstaaten aufgenommen wird.

Regionale und globale Bedenken

Die Korea JoongAng Daily nannte mehrere Vorwürfe gegen Nordkorea, darunter die unmenschliche Behandlung von Otto Warmbier, die Ermordung eines Mitglieds der Kim-Familie mit chemischen Waffen auf ausländischem Boden, die Zusammenarbeit mit dem Iran bei der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen, Cyberangriffe auf amerikanische Filmunternehmen, Unterstützung des syrischen Chemiewaffenprogramms, Waffenverkäufe an Hisbollah und Hamas sowie Versuche, Dissidenten im Exil zu töten.

Diese Vorfälle zeigen die Komplexität der US-Außenpolitik in der Region, in der die Streichung Syriens aus der Liste der Terrorstaaten scheinbar einen strategischen Wechsel widerspiegelt, während Nordkorea weiterhin unter Beobachtung steht. Die weiterreichenden Auswirkungen dieser Entscheidungen überschreiten die einzelnen Länder und beeinflussen internationale Bemühungen, Terrorismus zu bekämpfen und Stabilität zu fördern.