Victor Willis, Sänger und Mitgründer der Village People, der auch am Erfolg des ikonischen Disco-Hits ‘Y.M.C.A.’ beteiligt war, ist mit 74 Jahren gestorben. Er starb am 30. Juni 2026 nach einer kurzen, aber aggressiven Krankheit, wie eine Familie in einer Facebook-Mitteilung bekanntgab, and Willis war das letzte lebende Mitglied der ursprünglichen Gruppe, die für ihre auffälligen Kostüme und karikierende Charaktere wie Bauarbeiter, Matrose und Polizist bekannt war. Sein Tod fiel einen Tag vor seinem 75. Geburtstag, wie SoulTracks meldete.

Von Kirchenchor zum Weltstar

Willis wurde 1951 in Dallas geboren und wuchs in der Baptistischen Kirche seines Vaters auf, bevor er sich auf Jazz und Soul konzentrierte. In seiner Teenagerzeit in San Francisco lebte er im Haight-Ashbury-Viertel und trat mit seiner Band The Ballads auf, sogar als Supportact der Temptations. Laut Stereogum studierte er später an der Antioch College in Ohio und trat in Las Vegas in der Broadway-Show ‘Hair’ auf, bevor er nach New York zog.

Seine Karriere startete 1977, als sein Demotape bei den Produzenten Jacques Morali und Henri Belolo landete, die unter dem Namen Can’t Stop Productions Tanzmusik produzierten. Nachdem sie Willis als Backgroundsänger engagiert hatten, fragten sie ihn, die Gruppe zu leiten, die später die Village People hieß. Der Name bezog sich auf das Greenwich Village in New York City, wie Stereogum berichtete. Die Gruppe entstand um Willis herum. Die Tänzer in Kostümen stellten macho Archetypen dar, um die lesbische Community anzusprechen, wie SoulTracks festhielt.

Der Aufstieg von ‘Y.M.C.A.’ und anderen Hits

Die Village People brachen 1978 mit einer Reihe von Disco-Anthemen durch, darunter ‘Y.M.C.A.’, der weltweit ein Phänomen wurde. Willis war an der Komposition beteiligt. Der Song preist die Young Men’s Christian Association als Treffpunkt für junge Männer an. ‘Y.M.C.A.’ wurde zur Hymne der LGBTQ+-Community und später auch als Wahlkampfhymne des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump genutzt, wie NTV meldete.

‘Y.M.C.A.’ fand später einen Platz im National Recording Registry der Library of Congress und im Grammy Hall of Fame, wie SoulTracks berichtete. Andere Hits wie ‘In the Navy’, ‘Macho Man’ und ‘Go West’ wurden zu Gesangs-Highlights auf Partys und Sportveranstaltungen. Eine 1994er Version von ‘Far Away in America’ wurde mit der deutschen Fußballnationalmannschaft für die WM aufgenommen, wie NTV festhielt.

Spätes Leben, Rechtsstreitigkeiten und Erbe

Willis verließ die Village People nach dem ersten Erfolg und stand vor persönlichen und rechtlichen Herausforderungen. Er kämpfte Jahre um die Wiedererlangung von Kompositionsrechten und Anerkennung für seine Beiträge, wie SoulTracks berichtete. Seine rechtlichen Siege kamen später in seiner Karriere, was die Ernsthaftigkeit betonte, die hinter dem Camp und der Inszenierung der Village People stand.

Donald Trump, der ‘Y.M.C.A.’ während seiner politischen Kundgebungen nutzte, drückte sein Mitgefühl auf Truth Social aus, wo er Willis als einen ‘fröhlichen Kerl’ bezeichnete, der gern vor der MAGA-Community auftrat. Trump betonte, dass der Song, der 30 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung ein ‘Monster’-Hit wurde, ein entscheidender Teil der Energie und Attraktivität seiner Kampagne war, wie rollingstone.de meldete.

Willis hinterlässt seine Familie und die Village People. Die Gruppe teilte seinen Tod in den sozialen Medien mit und betonte seine bedeutenden Beiträge zur Band und zur Musikindustrie. Seine Stimme und seine Persönlichkeit prägten die Disco-Ära und hinterließen eine bleibende Spur in der Popkultur. Als einer der bekanntesten Musiker der 1970er-Jahre wird Willis für seine starke Stimme, seine auffällige Stilrichtung und die Lieder erinnert, die über Generationen hinweg weiterwirken.