Steven Roth, CEO von Vornado Realty Trust, verglich den Ausdruck ‘Steuer die Reichen’ mit ‘abscheulichen rassistischen Beleidigungen’ während einer jüngsten Earnings-Call-Veranstaltung mit Investoren, berichteten The Guardian und The American Bazaar. Die Äußerungen folgten der Ankündigung von New York City Council-Mitglied Zohran Mamdani einer neuen ‘pied-à-terre’-Steuer auf zweite Häuser mit einem Wert von mehr als 5 Millionen Dollar. Mamdani stellte die Politik am 15. April vor, direkt vor dem 238 Millionen Dollar teuren Penthouse des Citadel-Chefs Ken Griffin, eine Maßnahme, die Roth als ‘irresponsible and dangerous’ bezeichnete.

Vergleich von politischer Sprache mit Hassrede

Während seiner Quartals-Earnings-Call-Veranstaltung sagte Roth, er sei ‘erschüttert’ über Mamdani’s Handeln und kritisierte den Bürgermeister dafür, dass er Griffin zum Ziel von Spott machte. Roth betonte, dass Vornado jährlich 560 Millionen Dollar an Immobiliensteuern zahlt, und drückte Stolz auf sein ‘Leben lang Errungenes’ aus, wie The Guardian berichtete.

Er fuhr fort: ‘Ich muss sagen, dass ich die Phrase ‘Steuer die Reichen’ – Zitat ‘Steuer die Reichen’ – mit Wut und Verachtung ausgesprochen von Politikern hier und in anderen Teilen des Landes als genauso hassvoll betrachte wie einige abscheuliche rassistische Beleidigungen, und sogar die Phrase ‘vom Fluss bis zum Meer’.’ Roth erklärte nicht näher, welche Beleidigungen er meinte, doch der Ausdruck ‘vom Fluss bis zum Meer’ ist eine umstrittene Parole, die mit palästinensischer Aktivismus verbunden ist.

Verteidigung der Reichen als wirtschaftliche Säulen

Roth argumentierte, dass die reichsten Amerikaner das ‘Inbegriff des amerikanischen Traums’ seien und dass die Top 1 % 50 % der Einkommenssteuern in New York beisteuern. ‘Sie sind unsere größten Arbeitgeber und größten Philanthropen’, sagte er, wie The American Bazaar berichtete. Die Äußerungen waren Teil einer breiteren Gegenwehr gegen den wachsenden politischen Druck, die Steuern auf die Superreichen zu erhöhen.

Die Äußerungen erfolgten im Kontext von Mamdani’s Social-Media-Kampagnen, die Vornados Luxusimmobilien als Kulisse für Forderungen nach höheren Steuern auf die Reichen nutzten. Roth bezeichnete diese Bemühungen als ‘gefährlich’ und argumentierte, dass die Top-Einkommensbezieher ‘mehr Dankbarkeit’ für ihre wirtschaftlichen Beiträge verdienen. Er betonte zudem, dass ‘die Reichen, die Politiker ins Visier nehmen, mit nichts anfangen’, ‘am Gipfel der großen amerikanischen wirtschaftlichen Pyramide’ seien, ‘aus einem Grund’.

Öffentliche Kritik und Gegenreaktionen

Roths Äußerungen lösten sofortige Kritik von Gewerkschaftsvertretern und öffentlichen Persönlichkeiten aus, die den klaren Unterschied zwischen systemischer Diskriminierung und einer Debatte über Steuerpolitik hervorhoben. Douglas Farrar, ehemaliger Direktor beim Federal Trade Commission, bemerkte: ‘Es gab eine Zeit, in der die Superreichen solche öffentlichen Beschwerden vermieden, aber einige fordern jetzt ‘Dankbarkeit’ für ihren wirtschaftlichen Status.’

Einige Kritiker argumentierten, dass Roths Vergleich die Wirkung rassistischer Beleidigungen minimiere, die eine lange Geschichte haben, um Minderheiten zu entmenschlichen und zu unterdrücken. Andere betonten, dass die Debatte über Reichensteuern eine legitime Diskussion über wirtschaftliche Gerechtigkeit sei und nicht mit Hassrede gleichgesetzt werden sollte.

Die Kontroverse unterstreicht einen wachsenden Graben zwischen den Superreichen und der breiten Öffentlichkeit, wie er sich in jüngeren politischen Bewegungen zeigt, die höhere Steuern auf Hochverdiener fordern. Die Debatte um die Rhetorik ‘Steuer die Reichen’ hat sich zu einem zentralen Thema in Diskussionen über Einkommensungleichheit und staatliche Einnahmen entwickelt, wie The American Bazaar berichtet.