Eine 21-jährige Frau starb an einem scheinbar tragischen Unfall bei Extremsport in Brasilien, nachdem Instruktoren versagten, ein Seil an sie anzubringen, bevor sie von einer Brücke in São Paulo sprangen, berichtet die BBC.
Tragischer Sturz von einer verlassenen Brücke
Der Vorfall ereignete sich an der Ponte do Esqueleto, einer verlassenen Brücke an der Grenze von Limeira und Cordeirópolis im Inland von São Paulo. Aufnahmen des Vorfalls verbreiteten sich am Wochenende, in denen Maria Eduarda Rodrigues de Freitas zum Rand der Brücke getragen wird, bevor sie am Samstag losgelassen wird. Sie stürzte 40 m (130 ft) und die Rettungsdienste erklärten sie am Tatort für tot.
In den auf sozialen Medien veröffentlichten Aufnahmen sind zwei Männer mit weißen Helmen zu sehen, die Rodrigues de Freitas an den Armen halten, während ein Dritter hinter ihr ihre Füße festhält. Als sie von der Brücke losgelassen wurde, schrie ein Zuschauer den Instruktoren zu, sie mit einem Seil zu sichern; Die drei Männer trugen Gurtzeug, das scheinbar an ein Sicherungsseil angeschlossen war.
Ermittlungen der Polizei wegen Mordverdacht
Die Polizei untersucht nun. Ob die drei Männer für Mord mit eventuellem Vorsatz verantwortlich sind – ein Begriff, der verwendet wird, wenn jemand nicht direkt töten will, aber das Risiko eingeht, dies zu tun, berichtet der lokale Nachrichtensender Globo. Drei Männer wurden in dem Zusammenhang festgenommen.
Rodrigues de Freitas wurde am folgenden Tag beigesetzt. Der Vorfall hat Fragen nach der Sicherheit bei Extremsporten und den Verantwortlichkeiten von Instruktoren und Behörden aufgeworfen. Die Brücke, bekannt als Skeleton Bridge, ist seit Jahren verlassen und unterliegt der Zuständigkeit der Bundesregierung.
Reaktionen von lokaler und Bundesregierung
Brasiliens Sekretariat für Bundesvermögen (SPU) sagte, es sei „bereit, den Behörden bei den Ermittlungen zu helfen“. Gleichzeitig kündigte der Rathaus von Limeira (SP) an, die Bundesregierung zu verklagen, weil diese die Brücke nicht ordnungsgemäß verwaltet habe. Die Stadt erklärte, sie habe „administrative Maßnahmen ergriffen und Aktionen von den für den Bereich zuständigen Bundesbehörden verlangt“.
„Der Tod von Rodrigues de Freitas macht diese Untätigkeit nicht länger tragbar und unannehmbar“, fuhr die Erklärung der Stadt fort. Lokale Behörden sagten, die Instruktoren hätten zu einem Unternehmen gehört, das Seilsprung-Aktivitäten anbot. Einige lokale Berichte deuten jedoch darauf hin, dass sie möglicherweise zu informellen Gruppen von Praktikern gehörten.
Seilsprung ist ein Extremsport, der sich von Bungeejumping unterscheidet. Er verwendet Stahlseile mit geringer Dehnung, die den Sturz in eine horizontale Schaukelbewegung umwandeln, während Bungeejumping ein elastisches Gummiseil verwendet, das eine vertikale, sprunghafte Wirkung erzeugt.
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