Am Samstagabend gegen 22 Uhr rammte ein weißer Lkw eine Menschenansammlung etwa 100 Meter von der Christopher Street Day-Feier in Berlin nahe der Brandenburgischen Tor, but Polizeisprecher Florian Nath bestätigte, dass das Fahrzeug vorher durch den Park neben einer Hauptstraße gefahren war, bevor es in einen Baum krachte. Der Fahrer verließ den Lkw und floh in unbekannte Richtung, wie DW.com berichtete.

Angriffsdetails und Reaktion

Die Polizei bestätigte später, dass der Lkw privat und nicht als Mietwagen gehörte. Das Fahrzeug wurde am Sonntag vom Tatort abgeschleppt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CDU) teilte mit, dass der Verdächtige vorher mit einem waffenähnlichen Gegenstand, möglicherweise einem Machete, auf Menschen eingestochen hatte, bevor er floh. Die Gegend wurde nach Absage der restlichen Veranstaltung und Evakuierung der Teilnehmer weitgehend abgeriegelt. Die Polizei durchsuchte den Tiergarten am Abend mit Wärmebildkameras, wie DW.com berichtete.

Verletzte und Erklärungen

Bei dem Angriff starb eine Frau, 29 Menschen wurden verletzt, darunter mehrere schwer. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Angriff als „grausam“ und beschrieb ihn als Angriff auf die Gesellschaft. Am Sonntagnachmittag bestätigte die Polizei, dass keiner der Verletzten in Lebensgefahr sei. Merz sprach sein Beileid aus und betonte die Bedeutung der LGBTQ+-Rechte. Er wies darauf hin, dass die Opfer sich nahe der Abschlussveranstaltung der Christopher Street Day-Parade befanden.

Identifizierung und Hintergrund des Verdächtigen

Im Anschluss an Zeugenaussagen, die mehrere Täter vermuten ließen, suchte die Polizei zunächst nach mehr als einem Täter. Bundesinnenminister Dobrindt identifizierte den Hauptverdächtigen später als Abdul B., einen 21-Jährigen, der den Behörden aufgrund einer „hohen Zahl“ vorheriger Angriffe und seiner Radikalisierung bekannt war. Weitere Details zu den Motiven des Verdächtigen wurden zunächst nicht veröffentlicht, wie DW.com berichtete.