62 Wanderer wurden nach einer Überschwemmung im Grand Canyon per Hubschrauber gerettet, wie das National Park Service (NPS) mitteilte. Bei dem Vorfall vom Samstag wurden keine Verletzungen gemeldet. Das NPS bittet jeden, der Informationen über Wanderer oder Rucksacktouristen entlang des Bright Angel Creek Corridors hat, um Meldung.
Wanderer beschreiben ‘beängstigende’ Erfahrung
Nikki Baggs, 41, gehörte zu den Evakuierten aus dem unteren Teil des Grand Canyons. Sie beschrieb den Vorfall als „beängstigend“ und sagte, das Wetter habe sich plötzlich von einem „wunderschönen Tag“ in Chaos verwandelt. Baggs und ihre beiden Freunde hatten ihre Gepäckstücke in einer Hütte in Phantom Ranch abgelegt, einem abgelegenen Lodge am Grund des Canyons, als sie beschlossen, das schöne Wetter zu genießen. Kurz darauf fegte ein Wasserstrom durch die Gegend.
Sobald der Regen begann, zogen sich Baggs und ihre Freunde in höhere Lagen zurück. Zunächst suchten sie Schutz an einem Picknicktisch, doch Ranger instruierten sie später, sich an einen anderen Felsvorsprung zu begeben. Stundenlang warteten sie dort mit anderen, bis sie um 21:30 Ortszeit evakuiert wurden.
Schnelle Reaktion und anhaltende Risiken
Baggs zeigte sich dankbar für die schnelle Reaktion der Parkranger und nannte das eine „wirklich einzigartig koordinierte Aktion“. Sie und ihre Freunde hatten sich auf ein Steak-Dinner in Phantom Ranch gefreut, doch jetzt seien sie nur noch erleichtert, am Leben zu sein. Von ihrem Ausblick aus beobachteten sie, wie Brücken vom Wasser weggerissen wurden.
Das NPS bestätigte, dass die Überschwemmung in einigen Gebieten erheblichen Schaden angerichtet hat. Die Wanderwege in der Region sind gesperrt. Das Amt warnte, dass am Sonntag und Montag weitere Gewitter und heftiger Regen erwartet werden, was zu „weiteren Überschwemmungen, Schlammrutschen, Felsstürzen und sich verändernden Wander- und Flussbedingungen“ führen könnte, wie das NPS mitteilte.
Anstrengungen, fehlende Wanderer zu finden
Das NPS hat nicht bestätigt, wie viele Wanderer noch nicht aufgefunden wurden, bittet aber darum, bei Informationen über Personen, die sich am Samstag im Bright Angel Creek Corridor aufgehalten haben, zu melden. Die Parkverwaltung überwacht weiterhin die Lage und bewertet den vollen Ausmaß der Überschwemmung.
Baggs sagte, die Erfahrung sei eine klare Erinnerung an die unberechenbare Natur des Canyons und die Bedeutung der Vorbereitung. „Das hat uns in einer unsicheren Situation sicher fühlen lassen“, sagte sie über die koordinierten Evakuierungsmaßnahmen.
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