Kinder in Gaza tragen die körperliche und emotionale Last des täglichen Kampfes um sauberes Wasser und Nahrung. Viele von ihnen gehen weite Strecken, um Wasser für ihre Familien zu holen. Maysara, ein Mädchen in einem Flüchtlingslager, berichtete der Al Jazeera, dass ihre Familie aus sechs Personen vom Wasser abhängig ist, das sie täglich sammelt. „In unserem Zelt haben wir kein Wasser zum Trinken, zum Spülen der Teller oder für die Toilette“, sagte sie. „Aber ich musste schnell los, um die Behälter zu füllen, bevor das Wasser ausging.“
Körperliche und emotionale Belastung
Das Warten auf Wasserlieferwagen ist für viele Kinder in Gaza zur alltäglichen Routine geworden. Maysara und ihr fünfjähriger Bruder Jawad warten stundenlang vor dem Eingang ihres Zeltes darauf, dass ein Wasserfahrzeug vorbeikommt. Wenn eines schließlich eintrifft, rennen Kinder wie Maysara los, um das wertvolle Gut zu sammeln. Mit zwei Behältern, gefüllt mit etwa 20 Litern (fünf Gallonen) Wasser, belasten sie ihre kleinen Körper. „Mit einem Lächeln, gemischt aus Schmerz und Erschöpfung“, sagte Maysara, „bringe ich endlich das Wasser zu unserem Zelt.“
Auch andere Kinder, wie der zwölfjährige Yamen Saleh und sein sechs Jahre alter Bruder Aman, verbringen den größten Teil des Tages damit, nach Wasserlieferwagen und Gemeinschaftsküchen zu suchen. Laut Al Jazeera hat diese erschöpfende Routine eine erhebliche körperliche Belastung auf sie genommen.
Gesundheitsnotstand und Mangelernährung
Ein größerer Gesundheitsnotstand entfaltet sich in Gaza, wie Project HOPE berichtet. Fast die gesamte Bevölkerung wurde gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Kinder leiden unter Mangelernährung, und der Zugang zu medizinischer Versorgung ist stark gefährdet. Der Mangel an sauberem Wasser und ausreichender Nahrung verschärft die öffentlichen Gesundheitsprobleme. Babys kommen aufgrund von Stress vorzeitig zur Welt, und es gibt einen Anstieg an Infektionskrankheiten der Haut sowie beißenden Nagerbissen.
Wasserquellen sind verunreinigt, Abwassersysteme zerstört, und Eltern bleiben wach, um ihre Kinder vor einer schnellen Ausbreitung von durch Ratten und andere Schädlinge übertragenen Krankheiten zu schützen. Project HOPE arbeitet in den letzten Monaten zu 714 Prozent ihrer geschätzten Kapazität und führt über 10.000 medizinische Beratungen pro Woche durch. Die Organisation ist eine der wenigen NGOs, die noch medizinische Versorgung in Gaza leisten.
Humanitärer Notstand und Flucht
Der humanitäre Notstand in Gaza hat mehr als zwei Millionen Menschen vertrieben, wie Project HOPE angibt. Seit Israel den Krieg gegen die militante Hamas-Gruppe erklärte, als Reaktion auf die tödlichen Angriffe am 7. Oktober 2023, wurden über 72.000 Menschen getötet. Zelte in Flüchtlingslagern verwandeln sich von vorübergehenden Unterkünften in Zonen extremen Überlebensrisikos, da der Mangel an Infrastruktur und Ressourcen weiterhin Leben bedroht.
Mit dem Schließen anderer Organisationen und zunehmenden Mangel an Medikamenten arbeitet Project HOPE im Überstundenmodus, um möglichst viele Menschen mit medizinischer Hilfe zu erreichen. Die Organisation betont die Bedeutung von Unterstützung, um die Behandlung dieser Flut an Patienten fortsetzen zu können. „In diesem Moment rettet Ihre Unterstützung nicht nur Kliniken – sie rettet Leben“, heißt es im Bericht.
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