Alaska Airlines hat 24 Flüge zu und von Mexiko abgesagt, darunter beliebte Ziele wie Puerto Vallarta und Guadalajara, nachdem Gewalt zwischen mexikanischen Streitkräften und Drogenkartellen in Jalisco und anderen Bundesstaaten zunahm. Der Schritt folgt auf eine militärische Razzia in Tapalpa, dem Zentrum des Cartel de Jalisco Nueva Generación (CJNG), bei der der Chef der Bande, Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, auch bekannt als El Mencho, schwer verletzt wurde.
Kartellboss Ziel einer militärischen Razzia
Laut mehreren Berichten haben mexikanische Armeeeinheiten mit Unterstützung amerikanischer Geheimdienste in Tapalpa, Jalisco, eine Razzia durchgeführt, bei der El Mencho schwer verletzt wurde. Die Operation fand in der zentralen Betriebsstätte des Kartells statt, einer Region, die auch die Küstenstadt Puerto Vallarta umfasst. Während der Razzia sicherten die Soldaten mehrere gepanzerte Fahrzeuge und Raketenwerfer, die in der Lage sind, große Flugzeuge zu zerstören, was Bedenken hinsichtlich potenzieller Luftbedrohungen in der Region auslöste.
El Mencho, ein ehemaliger Polizist, gilt seit langem als einer der mächtigsten Akteure im Drogenhandel Mexikos. Er ist direkt mit dem CJNG verbunden, einem Kartell, das laut US-Geheimdienstellen einen erheblichen Teil der in die Vereinigten Staaten fließenden Fentanyl-Mengen verantwortet.
Gewalt verbreitet sich in Zentral- und Westmexiko
Behörden haben einen „Code Red“ für weite Teile von Zentral- und Westmexiko ausgerufen, einschließlich der Bundesstaaten Jalisco, Tamaulipas, Michoacán, Guerrero und Nuevo León. In Jalisco wurden die Bewohner angewiesen, sich in sicheren Räumen aufzuhalten, da mindestens 21 Straßen blockiert wurden und in Puerto Vallarta Brände gemeldet wurden. Die Situation hat zu weitreichenden Störungen geführt, wobei Reisende und Bewohner Unsicherheit hinsichtlich Reisen und Sicherheit erleben.
Behörden bestätigten, dass die Gewalt nicht nur in Jalisco, sondern auch in mehreren Regionen verbreitet ist, wobei Kartellmitglieder brennende Fahrzeuge und Straßensperren nutzen, um militärische und polizeiliche Operationen zu behindern. Zudem wurden 20 Filialen des staatlichen Banco del Bienestar-Banks in gewalttätigen Vorfällen Ziel, was die Sicherheitslage weiter kompliziert.
Alaska Airlines bestätigte, dass 44 Flüge vom SeaTac International Airport abgesagt wurden, obwohl unklar ist, wie viele dieser Flüge speziell nach oder aus Mexiko fuhren. Die Behörden betonten jedoch ausdrücklich, dass 24 Flüge zu und von Puerto Vallarta, Guadalajara und Manzanillo abgesagt wurden. Die Störungen haben sowohl eingehende als auch ausgehende Reisende beeinflusst, wobei einige Flüge nun mit reduzierter Kapazität oder umgeleitet werden.
Reisehinweise und anhaltende Bedrohungen
US-Konsulare haben alle amerikanischen Bürger in Mexiko angewiesen, sich in sicheren Orten aufzuhalten und unbedingte Reisen zu vermeiden. Die Situation bleibt dynamisch, mit Berichten über anhaltende Kämpfe und Straßensperren entlang der wichtigsten Drogenhandelsrouten nahe der US-Grenze.
Behörden beobachten die Situation weiterhin genau, wobei keine unmittelbare Beendigung der Gewalt in Sicht ist. Der Einfluss auf den internationalen Flugverkehr wird voraussichtlich andauern, bis die Sicherheitslage stabilisiert ist, wobei weitere Flugstornierungen oder Verzögerungen in den nächsten Tagen möglich sind.
Laut einem Bericht von Fox 13 in Seattle haben die Störungen nicht nur den kommerziellen Luftverkehr beeinflusst, sondern auch lokale Infrastruktur und öffentliche Dienste in den betroffenen Regionen. Die Armee hat in Jalisco eine hohe Präsenz, mit weiteren Operationen gegen Kartellbastionen.
Als der Konflikt zwischen der mexikanischen Regierung und dem CJNG intensiviert wird, spüren die Regionen die Auswirkungen, wobei Fluggesellschaften wie Alaska Air ihre Flugpläne anpassen, um die Sicherheit von Passagieren und Besatzung zu gewährleisten.
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