Durban – Die Polizei in KwaZulu-Natal meldete starke Rückgänge bei den meisten gewalttätigen Kontaktverbrechen im Zeitraum Oktober bis Dezember 2025. Der Bundesstaat verzeichnete jedoch einen Anstieg bei Sexualdelikten, wobei Vergewaltigungen und versuchte Fälle zugenommen haben.
Die nationalen Kriminalitätszahlen, die am Freitag veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Mordzahlen in KZN um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr sanken. Das entspricht etwa 5.000 weniger Tötungen im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres, sagten Beamte.
Auch andere Kategorien folgten diesem Trend. Versuchte Mordfälle sanken. Angriffe mit der Absicht, schwere Körperverletzungen zu verursachen, nahmen ab. Gewöhnliche Angriffe sanken. Raubüberfälle zeigten ähnliche Rückgänge.
Sexuelle Verbrechen zeigten jedoch ein anderes Bild. Berichtete Vergewaltigungen stiegen um 16 auf 2.299 Fälle. Versuchte sexuelle Straftaten stiegen ebenfalls im Zeitraum von drei Monaten im Jahr 2025.
Die Polizeistelle Inanda belegte die Spitzenposition in der nationalen Liste für Vergewaltigungen. Plessislaer belegte den dritten Platz im Land, gefolgt von Umlazi auf dem vierten und Ntuzuma auf dem zehnten Platz. In Bezug auf Kontaktverbrechen rangierte Inanda und Plessislaer auf den zweiten und dritten Platz im gesamten Land.
Die Quartalsstatistiken beziehen sich auf den Zeitraum Juli bis September 2025, nein, warte – das dritte Quartal erstreckt sich von Oktober bis Dezember 2025, entsprechend dem Berichtszyklus des Haushaltsjahres. Der Polizeiminister Bheki Cele gab die Zahlen am Freitagmittag in Pretoria bekannt.
Der Rückgang bei Morden in KZN ist besonders hervorzuheben. Die 7,5 Prozent weniger Mordfälle übertrifft einige andere Bundesstaaten. Nationweit sanken Mordfälle um 8,7 Prozent, doch der absolute Rückgang von etwa 5.000 Fällen in KZN ist bedeutsam, bedacht auf die Bevölkerung von 11,5 Millionen Menschen.
Beamte dankten den Gemeinschaftspolizeikreisen und gezielten Operationen. Inanda, ein Hotspot in der Nähe von Durban, sah starke Einsätze. Plessislaer in Pietermaritzburg stand nach Jahren hoher Gewalt ähnlicher Aufmerksamkeit gegenüber.
Trotzdem sorgen Sexualdelikte bei Experten für Sorge. Die 16 zusätzlichen Vergewaltigungen signalisieren anhaltende Herausforderungen. Gavin Lotz, Vorsitzender des Nationalen Rates für Alkohol- und Drogenabhängigkeit in KwaZulu-Natal, forderte bessere Unterstützung für Opfer. Er wies auf die Unterberichterstattung in ländlichen Gebieten hin.
Raubüberfälle mit verschärften Umständen sanken in KZN, obwohl nationale Zahlen eine Zunahme von Autodiebstählen in anderen Regionen zeigen. Angriffsstatistiken spiegeln weniger Streitigkeiten in Bars und häusliche Auseinandersetzungen während der Feiertage wider.
Der Provinzpolizeichef, Lt. Gen. Nhlanhla Mkhwanazi, lobte die Trends. In einer Erklärung rief er zu kontinuierlicher Aufmerksamkeit auf. „Wir kehren den Trend um, aber Selbstzufriedenheit tötet“, sagte Mkhwanazi.
Vergleiche mit früheren Quartalen zeigen Impulse. Mordfälle in KZN sanken im zweiten Quartal um 6,2 Prozent. Dieser aktuelle Rückgang um 7,5 Prozent baut darauf auf. Gewöhnliche Angriffsfälle sanken im gesamten Bundesstaat um 12 Prozent.
Die Dominanz Inandas in den Statistiken unterstreicht die urbanen Druckverhältnisse. Die Station dient den Stadtteilen Inanda, Ntuzuma und KwaMashu, die über 800.000 Einwohner beherbergen. Plessislaer umfasst Edendale und Imbali, Regionen mit hohem Gewaltgeschehen.
Umlazi, der größte Stadtteil Südafrikas, verzeichnete die viertbeste Zahl an Vergewaltigungen. Seine 404.000 Einwohner belasten Ressourcen. Ntuzuma, in der Nähe, erreichte den zehnten Platz mit anhaltenden Kriminalitätsbelastungen.
Die Statistiken folgen Diskussionen über ALS in KZN-Gesundheitskreisen – kein direkter Kriminalitätsbezug, aber die Rolle des Alkohols bei Angriffen ist groß. Beamte bemerkten, dass die Schließung von Bars einige Vorfälle im Dezember reduzierte.
Nationale Gesamtzahlen zeigen einen Rückgang von 5,4 Prozent bei Kontaktverbrechen. KZN trug maßgeblich dazu bei, abgesehen von dem Anstieg bei Sexualdelikten. Die Polizei strebt an, die Mordzahlen bis 2030 unter dem nationalen Strategieplan zu halbieren.
Opferhilfegruppen fordern mehr Notfallzentren für Vergewaltigungsopfer. Arbeitsgruppen zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt arbeiten in Hochrisikostationen wie Inanda. Finanzierungsdiskussionen toben in Pietermaritzburg.
Im April werden die Zahlen des ersten Quartals veröffentlicht, und KZN blickt auf weitere Fortschritte. Rückgänge geben Hoffnung. Doch die Zunahme bei Sexualverbrechen erfordert Handlungsbedarf.
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