Der Mann, der für den vermuteten Islamisten-Terroranschlag auf Berlin Pride verantwortlich ist, wurde von der Polizei erschossen, while Beamte eröffneten das Feuer, als Abdul Ballout, ein 21-jähriger deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln, sich ihnen mit einem Messer näherte. Der Vorfall ereignete sich in Spandau, einem westlichen Stadtbezirk Berlins.
Anschlag und Verletzte
Der Vorfall beendete eine umfangreiche Suche nach dem Täter, die nachdem ein weißes Fahrzeug gegen 22:00 Uhr (Ortszeit) am Samstagabend in den Tiergarten-Park gefahren wurde, begann. Eine Frau starb und mindestens 29 weitere wurden verletzt. Beamte sagten, dass nach dem Anpraller auch mehrere Personen in einem Messerangriff verletzt wurden.
Hintergrund zum Verdächtigen
Am Sonntag erklärte der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt vor Journalisten, dass die Ermittlungen auf einen Islamisten-Terroranschlag hindeuten. „Wir haben es mit einem Verdächtigen zu tun, der sich bereits durch eine Vielzahl von Straftaten, Radikalisierung und Zugehörigkeit zur islamistischen Szene aufgefallen ist“, sagte Dobrindt.
Eine Erklärung des Berliner Staatsanwaltsamts enthüllte weitere Details zu Ballouts Strafverfolgungsgeschichte. Im Mai 2025 reiste er über die Türkei nach Libanon, um sich der Islamischen Staaten-Gruppe (IS) in Syrien anzuschließen. Während seines Aufenthalts in Libanon kontaktierte er angeblich mehrere Personen, die er für Mitglieder des IS hielt.
Im Juli 2025 wurde er in Libanon festgenommen und zu drei Monaten Haft verurteilt, da er religiöse und sektenmäßige Konflikte angefacht hatte. Im November 2025 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er am Berliner Brandenburg Airport festgenommen und in Untersuchungshaft genommen wurde.
Im Mai dieses Jahres wurde er zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt, da er einen schweren Anschlag auf das Land vorbereitet hatte. Die Entscheidung wurde sechs Monate lang vertagt, und er stand unter der Aufsicht eines Parole-Beamten. Vorher war er 2022 wegen Körperverletzung und Einbruchs verurteilt worden und 2020 wegen Diebstahls von Kopfhörern.
Reaktionen und Erklärungen
Dobrindt teilte mit, dass Deutschland nach dem Anschlag die Gefahrenstufe erhöhen werde. Andere Staaten wurden ebenfalls über den Vorfall informiert und sollten ihre Sicherheitsmaßnahmen für große Veranstaltungen überprüfen. Am Sonntag besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz den Anschlagsort im Tiergarten-Park.
Später sprach er vor einer Gottesdienstveranstaltung, die den Opfern gedenkte, und versprach, „die Freiheit und Offenheit unseres Lebens zu verteidigen“. „Diese Extremisten haben keinen Platz in unserer Gesellschaft“, sagte er und betonte, dass Deutschland den „Gift der Terroristen“ nicht in seine Gesellschaft gelangen lassen werde.
Berliner Polizei teilte mit, dass Menschen auf der Ahornsteig-Straße getroffen wurden, was ein langer Weg durch den Tiergarten-Park ist, der sich hauptsächlich in einem bewaldeten Gebiet befindet. Deutsche Medien berichteten, dass die Verletzten des Anschlags nicht mehr in Lebensgefahr seien.
Der Anschlag am Samstag zerstörte die Freude und Feierlichkeiten des Christopher Street Days in Berlin, bei dem Hunderttausende auf die Straßen strömten, um an einer der berühmtesten Pride-Veranstaltungen Europas teilzunehmen. Der Christopher Street Day gedenkt der ersten bekannten Auflehnung der LGBT-Gemeinschaft im Jahr 1969 in New York City am Stonewarten Inn, das sich auf der Christopher Street befindet.
Eine Reinigungsveranstaltung im Tiergarten-Park und ein Frühstücksmarkt am Sonntagmorgen wurden nach dem Anschlag abgesagt. Später am Tag kehrten einige Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft zur ikonischen Brandenburger Tor zurück, um eine Spontanwache abzuhalten.
Sprecher verurteilten Extremismus in all seinen Formen, kritisierten aber auch die Regierung für mangelnde Unterstützung, insbesondere kürzliche Budgetkürzungen für queere Organisationen. Armin Dünhoelter aus Wolfsburg, der als Drag-Artist arbeitet, befand sich hinter der Bühne der Hauptbühne, als der Anschlag geschah.
Er teilte der Agency France-Presse mit, dass er immer noch geschockt sei, aber sich für die nächste Pride-Feier wieder sehen lassen wolle. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagte er.
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