CHANDIGARH – Die Zentrale Untersuchungsbehörde (CBI) teilte einem lokalen Gericht mit, dass sie eine separate Untersuchung zu Beamten eingeleitet hat, die in den Handys des suspendierten Punjab-Polizeichefs Harcharan Singh Bhullar und seines Assistenten Kirshanu Sharda erwähnt wurden.

Beide stehen unter Korruptionsverdacht, nachdem sie am 16. Oktober 2024 wegen Bestechungsgeständnissen gegenüber dem Altmetallhändler Akash Batta aus Mandi Gobindgarh festgenommen wurden. Ermittler sicherten zwei Handys von Bhullar und eines von Sharda. Die forensische Analyse ergab Kommunikationen, die auf Bestechungen, Lecks und Einflussnahme hindeuten, wie aus einer ergänzenden Anklageschrift der CBI-Justizbehörde hervorgeht.

Laut der Behörde ergaben die Daten keine neuen Beweise, die direkt mit dem ursprünglichen Bestechungsschema verbunden sind. Dennoch deuten die Ergebnisse – untermauert durch Shardas sichergestelltes Tagebuch – darauf hin, dass er unzulässige Vorteile von Beamten verschiedener Abteilungen im Austausch für Zahlungen arrangierte.

Bhullars WhatsApp-Chats offenbarten laufende Kommunikationen mit Privatpersonen. Diese Nachrichten zeigten unerlaubte Lecks von Falldetails, eine enge Verfolgung von Gerichtsverhandlungen und Bemühungen, Ermittlungen und Gerichtsurteile zu beeinflussen, wie die Anklageschrift besagt.

Diese Aktivitäten scheinen vom Batta-Fall abzugrenzen. Sie beziehen sich auf andere Akteure, Zeitlinien und Bestechungsbeträge. Die CBI bezeichnet das Material als Hinweise auf eigenständige Straftaten, die getrennt untersucht werden.

Die Behörde legte eine Falle, nachdem sie die Beschwerde von Batta überprüfte, dass Bhullar über Sharda Zahlungen verlangte. Die Beamten fanden sie am Tag der Festnahme mit dem verunreinigten Geld. Das indische Innenministerium hat seitdem die Anklage gegen Bhullar genehmigt.

CBI-Beamte betonten, dass die Handynachforschung parallel zum Hauptfall läuft. Extrahierte Daten, Zeugenaussagen und Dokumente wurden gründlich überprüft. Nichts Neues verknüpfte weitere Personen mit dem Altmetallhändlerbestechungsschema. Dennoch erfordern die unabhängigen Hinweise auf Bestechungen Maßnahmen, sagten sie dem Gericht.

Bhullar, ein führender Punjab-Beamter, bleibt weiterhin suspendiert. Sharda fungierte als Assistent im Schema. Die Handys enthielten sensible Kommunikationen, die sich über Monate erstreckten. Eine Gruppe von Gesprächen erwähnte spezifische Treffen in Chandigarh. Andere beschrieben Bargeldübergaben, die mit Vorteilen in unabhängigen Angelegenheiten verbunden waren.

Die Ermittler überprüften die digitalen Spuren anhand physischer Beweise wie des Tagebuchs aus Shardas Wohnung. Einträge dort listeten Namen, Daten und Beträge auf, die mit einigen Kommunikationen übereinstimmten. Keine Überschneidungen erreichten den Schwellenwert für die aktuelle Anklageschrift, wie die CBI feststellte.

Die separate Untersuchung könnte sich erweitern. Sie konzentriert sich auf Beamte aus verschiedenen Behörden. Private Parteien, die in den Daten genannt werden, unterliegen ebenfalls der Prüfung. Die Ergebnisse könnten zu neuen Fällen führen, wie aus der Gerichtsakte hervorgeht.

Die Punjab-Polizei hat sich zu den Entwicklungen nicht geäußert. Bhullars Suspension verbietet ihm, während der laufenden Ermittlungen Dienst zu tun. Die Genehmigung des Innenministeriums beseitigt einen entscheidenden Hürde für den Prozess im ursprünglichen Fall.

CBI-Teams führen weiterhin digitale Forensik durch. Weitere Geräte könnten weitere Beweise liefern. Die Behörde möchte den Hauptfall abschließen, während sie die Nebenuntersuchungen rigoros verfolgt.