Francis Ngannou, der kamerunische MMA-Superstar, der als ‘Der Jäger’ bekannt ist, hat die Professional Fighters League (PFL) nach vier Jahren verlassen. Sein Aufenthalt war geprägt von unerfüllten Erwartungen und Kritik aus der Führung der Promotion. Obwohl die PFL ursprünglich hohe Erwartungen an Ngannou hatte, entschied sich das Unternehmen schließlich, sich von ihm zu trennen, und verwies auf Enttäuschung über seine Leistungen sowohl im Ring als auch außerhalb.
Enttäuschung über die Rolle als Promoter und Kampfstatistik
Die PFL verpflichtete Ngannou 2020 mit der Versprechen von 8 Millionen Dollar pro Kampf und einer prominenten Führungsrolle, einschließlich der Position als Vorsitzender der PFL Africa. Während seiner Zeit bei der Promotion kämpfte Ngannou jedoch nur einmal, als er Renan Ferreira im ‘Battle of the Giants’-Event im Jahr 2024 besiegte. Zudem erfüllte er seine Pflichten als Vorsitzender der PFL Africa nicht, insbesondere, indem er das erste Event der Promotion auf afrikanischem Boden im Jahr 2023 verfehlte.
PFL-Vorsitzender Donn Davis äußerte seine Enttäuschung und sagte: ‘Ich hatte ihn erwartet… Wir haben zwei Jahre daran gearbeitet. Ich bin direkt und sage, was ich denke. Ich bin enttäuscht.’ Davis fügte hinzu, dass die PFL hoffte, dass Ngannou neue Talente in die Promotion bringen würde, insbesondere in Afrika, doch sein Fehlen war ein großer Rückschlag.
Danas Whites Vorhersage bestätigt
Dana White, CEO des UFC, hatte zuvor gewarnt, dass die PFL sich nicht mit Ngannou verpflichten sollte, und sagte: ‘Wenn wir Leute verlieren, fühle ich mich für das Unternehmen, das sie bekommt, schlecht.’ Seine Äußerungen gewinnen nun eine neue Bedeutung, da die Partnerschaft der PFL mit Ngannou sich als Fehlschlag erwiesen hat.
Ngannous Verlassen der PFL folgt auf einen kurzen Comeback-Kampf im Jahr 2024, bei dem er Ferreira besiegte. Doch dieser einzelne Kampf reichte nicht aus, um die Inkonsequenz seiner Karriere oder seiner Beteiligung an der Promotion wettzumachen. Fans und Analysten beobachten nun genau, ob Ngannou zurückkehren oder sich aus dem Sport zurückziehen wird, insbesondere in Anbetracht seiner erheblichen Einnahmen aus einer Karriere, die sowohl in der MMA als auch im Boxen stattfand.
UFC-Veteran kritisiert ‘eigenwilligen’ Ansatz
UFC-Veteran und Schiedsrichter Big John McCarthy äußerte seine Meinung zu Ngannous Karriereentwicklung und sagte: ‘Kämpfen ist ein sehr eigenwilliges Vorhaben. Wenn du an andere Menschen und andere Dinge denkst, beginnt deine Karriere, in eine abwärtswärts gerichtete Richtung zu gehen. Du musst alles eigenwillig sein und dich weiter verbessern.’
Mccarthys Kommentare, die er auf seinem Podcast machte, stimmen mit den Kritiken der PFL an Ngannous Fokus und Engagement überein. Die PFL hatte ursprünglich den UFC kritisiert, weil sie Ngannou verlor, doch die Erfahrung mit dem kamerunischen Kämpfer hat die Risiken unterstrichen, die mit der Verpflichtung von hochrangigen Athleten ohne bewiesene Verpflichtung einhergehen.
Ngannous aktueller Status als freier Agent wirft Fragen über seine Zukunft im Kampfsport auf. Mit einer Karriere, die ihm bereits Millionen eingebracht hat, fragen sich viele, ob er weiter kämpfen oder sich aus dem Sport zurückziehen wird. Sein jüngster Kampf gegen Ferreira zeigte, dass er immer noch die Fähigkeiten besitzt, um auf einem hohen Niveau zu kämpfen, doch seine Fähigkeit, eine konsistente Kampfplanung zu gewährleisten, bleibt unklar.
Während die PFL weiter geht, wird sich das Unternehmen wahrscheinlich auf Athleten konzentrieren, die sowohl im Ring als auch in Führungspositionen leisten können. Ngannous Abgang dient als Warnung für Promotionen, die hochrangige Verpflichtungen in Betracht ziehen, und betont die Notwendigkeit sowohl finanzieller Verpflichtung als auch aktiver Beteiligung der Athleten.
Unterdessen sind die Fans gespannt, was als nächstes mit Ngannou passiert. Ob er zurückkehrt oder sich zurückzieht, sein Erbe im Sport wird weiterhin diskutiert, insbesondere, da seine Karriere sowohl in der MMA als auch im Boxen stattfand und ihm einen einzigartigen Platz in der Geschichte des Kampfsports eingeräumt hat.
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