JOHANNESBURG — Präsident Cyril Ramaphosa wies am Donnerstag in der parlamentarischen Debatte skeptische Stimmen zurück und betonte, dass sich die südafrikanische Wirtschaft mit messbaren Ergebnissen erholen würde. Während seiner Antwort auf die Rede zur Lage des Landes am 19. Februar 2026 hob er sinkende Inflation, stärkere öffentliche Finanzen und staatliche Maßnahmen zur Förderung des Wachstums hervor.
Ramaphosa wies Zweifel aus der Opposition zurück. Fortschritte seien real, sagte er, nicht nur eine Fantasie. „Wir haben deutliche Zeichen einer Erholung gesehen“, sagte er dem Nationalen Parlament. „Ob die Leute das mögen oder nicht, es ist da. Ob die Leute es für eine Illusion halten oder nicht, es ist da. Ob die Leute denken, wir hätten die Ecke gewendet oder nicht, sind sie blind, denn wir wenden die Ecke.“
Der Präsident verknüpfte diese Zeichen mit konkreten Maßnahmen. Arbeitslosigkeit sei weiterhin ein Problem, doch Initiativen zur Lösung seien im Gange. Wachstum nehme zu, sagte er, dank gezielter Interventionen. Inflation habe abgenommen. Öffentliche Finanzen seien nach Jahren von Belastungen stabiler geworden.
Debt war vor nicht allzu langer Zeit ein großes Problem für Südafrika. Ramaphosa verdankte scharfe makroökonomische Politiken der Kontrolle der Schulden. Laut seiner Aussage stabilisierte der Staat seine Ausgaben und stieg in Einkommensquellen. Diese Schritte hätten eine tiefere Krise verhindert, argumentierte er.
Gegenläufige Stimmen waren während der Debatte laut. Parteien wie die Economic Freedom Fighters und die Democratic Alliance kritisierten die Regierung der African National Congress wegen anhaltender Arbeitslosigkeit, Stromausfällen und langsamer Expansion. Sie bemerkten, dass das Bruttoinlandsprodukt in jüngsten Quartalen kaum zugenommen habe. Ramaphosa ignorierte diese Kritik nicht weiter. Stattdessen betonte er seine Zuversicht.
Südafrika verzeichnete im Jahr 2023 eine Wirtschaftskontraktion aufgrund von Logistikproblemen und Energieknappheit. Stromausfälle von Eskom belasteten sowohl Fabriken als auch Haushalte. Die Erholung zeigte sich letztes Jahr durch bessere Stromversorgung und Reparaturen an Häfen. Die Zentralbank senkte die Zinssätze Ende 2025, was Verbrauchern etwas Erleichterung brachte. Ramaphosa verwies auf diese Impulse.
Seine Rede erfolgte zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Regierung der nationalen Einheit, gebildet nach unklaren Wahlen im Mai 2024, steht vor Herausforderungen. Koalitionspartner verlangen schnellere Reformen. Investoren beobachten genau, ob Signale zu Landpolitik und Arbeitsrecht kommen. Ramaphosa betonte eine ruhige Haltung und forderte die Abgeordneten auf, das Wende-Programm zu unterstützen.
Zahlen stützen Teile seiner Argumentation. Inflation sank auf 4,4 Prozent im Januar 2026, gemäß Statistik Südafrika, von Höchstwerten über 7 Prozent vor zwei Jahren. Der Budgetdefizit wurde auf 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für das Haushaltsjahr 2025-26 reduziert, sagte Finanzminister Enoch Godongwana letzte Woche. Arbeitslosigkeit bleibt nahe 33 Prozent. Jugendliche Arbeitslosigkeit liegt in einigen Indikatoren über 60 Prozent.
Ramaphosa skizzierte die nächsten Schritte. Infrastrukturinvestitionen werden steigen. Private Investitionen erhalten Anreize. Exportmärkte in Afrika und darüber hinaus winken unter dem Afrikanischen Kontinentalen Freihandelsgesetz. Er rief zu Einheit über die Parteigrenzen hinweg auf. „Das ist der Stand der Dinge“, wiederholte er. „Wir sehen das in den Schritten, die wir unternehmen.“
Das Parlamentshaus war während seines Abschlusses voller Aufregung. Einige Bänke applaudierten. Andere saßen starr. Die Debatte zeigte Risse, doch Ramaphosa ließ keinen Zweifel: Er sieht Licht am Ende des Tunnels.
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