Der Dokumentarfilm ‘You Can See Everything’ von Nathan Fielder und Lance Oppenheim bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben von Elizabeth Holmes. Die Filmemacher dokumentierten ihr Leben, darunter auch ihr Zuhause in San Diego mit ihrem Partner Billy Evans, nur 36 Tage vor ihrem Gefängnisaufenthalt in Bryan, Texas.
Der Film wurde 2023 in strengster Geheimhaltung gedreht und hatte seine Premiere beim Telluride Film Festival, as Zuschauer mussten ihre Geräte während der Aufführung abgeben — Elizabeth Holmes, die 2022 zu elf Jahren Haft verurteilt wurde, gab eine seltene Interviewreihe und ließ die Crew in ihre Privatsphäre. Sie sagte: ‘You can see everything.’
Der fast dreistündige Film wird von Kritikern als unvergleichlich in seiner Zugänglichkeit bezeichnet.
Die Produktion hinter der Dokumentation
Nathan Fielder, bekannt für seine Arbeit an ‘The Rehearsal’, übernimmt die Rolle des investigativen Interviewers. Er entlockt Holmes immer wieder überraschende Aussagen. Der Film wird als ungewöhnlich und von anderem Charakter als vorherige Verfilmungen ihrer Geschichte beschrieben.
Der Film wurde ursprünglich bei A24 angemeldet, und die Filmemacher wurden informiert, dass sie das Projekt im Müll entsorgen könnten, wenn es nicht klappte. Fielder taucht tief in die Welt ein, gewinnt das Vertrauen von Holmes, bis sie ihn auf ihre letzte Fahrt ins Gefängnis einlädt. Der zweite Teil des Films beginnt mit ihrer Haft und enthält überraschende Wendungen.
Die Filmemacher fragen auch, ob Holmes tatsächlich die ewige Lügnerin ist, für die sie gehalten wird, und ob es eine geheime Vereinbarung mit A24 für finanzielle Vorteile gab.
Kontroverse Reaktionen und Themen
Holmes behauptet weiterhin, unschuldig zu sein. Sie bestreitet, jemals gelogen zu haben oder dass ihr Theranos-Experiment irgendetwas anderes als legitim war. In dem Film sind auch ihre Eltern zu sehen, darunter ihr Vater, der einst bei Enron beschäftigt war.
Fielder und Oppenheim stellen Holmes und Billy in verschiedenen Szenen auf die Probe. In einer Szene zeigen sie Abbott & Costellos Klassiker ‘Who’s On First’, um Holmess ungewöhnliche Interpretation hervorzurufen. In einer weiteren Szene schaut Fielder die Hulu-Serie ‘Dropout’ an, in der Amanda Seyfried Holmes verkörpert, und fragt, ob irgendetwas davon real war. Holmess Reaktion wird als unvergesslich beschrieben.
Der Film endet mit Fielder, der seine eigene Verwirrung über das Erlebnis schildert. Er sagt: ‘Was ich wirklich freue, ist, dass ihr den Film seht und mir erzählt, was ich erlebt habe.’
Die Produzenten Tatiana Bears und Maggie Ambrose sowie der Kameramann David Bolen werden für ihre Arbeit an dem Film erwähnt.
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