SAN FRANCISCO – OpenAI-Chef Sam Altman kritisierte Elons Vision für riesige Datenzentren im All als unpraktisch und wirtschaftlich unrentabel. Laut einer SpaceX-Anmeldung bei der Federal Communications Commission (FCC) sollen die Anlagen 31 Meilen lang und über 310 Meilen über der Erdoberfläche schweben.

Musk’s Unternehmen vermarktet die Orbital-Infrastruktur als Lösung für die wachsenden Energiebedarfe von KI-Systemen. Ununterbrochene Solarenergie im All könnte die Grenzen der Erde-Netze umgehen, argumentieren SpaceX-Vertreter. Die Energiebedarfe von Datenzentren sind mit dem Wachstum der KI explosionsartig angestiegen, was Betreiber zu unkonventionellen Lösungen verleitet.

Altman, wie in einem Bericht der The Indian Express am Samstag berichtet, wies auf die Schwächen des Plans hin. Die Startkosten ins All überwiegen die aktuellen Stromkosten auf der Erde deutlich, sagte er. Schlimmer noch: Hardwareausfälle.

„Wie schwer ist es, eine defekte GPU im All zu reparieren?“, sagte Altman. Die Reparatur oder Austausch von Komponenten, die hunderte Meilen über der Erde sind, stellt massive technische Herausforderungen dar. Es gibt keine schnellen Service-Notrufe oder Ersatzteillager im Orbit.

Die Anmeldung von SpaceX beschreibt Millionen-Server-Arrays, die mit den größten Bodenstationen mithalten können. Befürworter sehen das Rechnen im All als Zukunft für energiehungrige KI-Modelle. Bodenstationen belasten bereits lokale Stromnetze; einige Regionen in den USA stehen vor Stromausfällen aufgrund der Datenzentrum-Belastung.

Altman’s Kritik kommt in einer Zeit, in der sich auch in seinem Unternehmen Veränderungen abzeichnen. OpenAI teilte kürzlich Investoren mit, dass das Unternehmen bis 2030 600 Milliarden Dollar für Rechenleistung ausgeben plant. Das ist ein Rückgang von einer zuvor prognostizierten 1,4 Billionen Dollar. Der Rückgang signalisiert Vorsicht bei der Skalierung der Infrastruktur, obwohl die KI-Entwicklung weiter voranschreitet.

Musk hat sich lange für den Einsatz des Weltraums für die Industrie eingesetzt. SpaceX-Raketen transportieren bereits Satelliten und Besatzungen. Starlink sendet Internet aus dem All. Datenzentren markieren einen mutigeren Schritt.

Kritiker wie Altman fragen sich, ob der Zeitplan realistisch ist. Die Startkosten sind mit wiederverwendbaren Raketen gesunken. Ein Flug mit Falcon 9 kostet jetzt unter 100 Millionen Dollar. Dennoch bleibt die Skalierung auf Datenzentrum-Maßstab herausfordernd. Eine Einrichtung könnte Dutzende Starts erfordern, was Milliarden kosten könnte.

Die Genehmigung durch die FCC ist nicht garantiert. Regulierungsbehörden prüfen das Risiko von Überlastung im Orbit und Störungen. SpaceX muss beweisen, dass die Anlage keine Signale blockiert oder den Weltraum mit Debris verunreinigt.

Altman kennt die Rechenbedarfe aus eigener Erfahrung. OpenAI’s ChatGPT und seine Nachfolger verbrauchen riesige Mengen an GPUs. Partnerschaften mit Microsoft finanzieren riesige Rechencluster. Dennoch kämpfen selbst sie mit Strommangel.

Der Streit unterstreicht den Infrastruktur-Engpass bei der KI. Technikkonzerne sichern sich Chips angesichts globaler Mangel. Nvidia dominiert den Markt. Die Errichtung von Datenzentren holt den Bedarf nicht ein.

Musk geht Grenzen voran. Tesla-Fabriken, die X-Plattform, Neuralink – all das testet Grenzen. SpaceX blickt auf den Mars. Datenzentren im Orbit passen in seinen großen Plan.

Für den Moment landet Altman’s Realitätscheck schwer. Der Weltraum bietet Potenzial, bestraft aber Ungeduld. Bodenbasierte Konkurrenten schreiten mit Atomkraft-Partnerschaften und Mega-Standorten in der Wüste vor. OpenAI betrachtet diese Wege ebenfalls.

SpaceX lehnte sofortige Kommentare ab. OpenAI reagierte nicht auf Anfragen.