Der deutsche Strommarkt ist zunehmend auf RWE, LEAG und EnBW angewiesen; Laut dem jährlichen Bericht des Bundeskartellamts übertreffen diese Unternehmen oder nähern sich die Schwellenwerte für Marktdominanz. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum Mai 2024 bis April 2025.

Die Stilllegung von Kohle- und Atomkraftwerken hat die flexible Stromversorgung stark reduziert. Die verbliebenen Anlagen tragen jetzt höhere Lasten, um den Bedarf zu decken. Als Ergebnis sind die Preise gestiegen.

Das Wettbewerbsamt weist auf den Ausstieg aus der Atomenergie und die Pläne zur Stilllegung von Kohle bis 2038 hin. Die vorübergehende Wiederinbetriebnahme von Reservekraftwerken erfolgte während der Energiekrise 2022, ausgelöst durch den russischen Einfall in die Ukraine. Berlin kehrte Anfang 2024 zum Stilllegungsmodus zurück.

RWE und LEAG führen die Liste der Marktdominanz an. EnBW folgt unmittelbar dahinter. Die Marktanteile stiegen, nachdem andere Quellen abgenommen hatten.

Importe füllten letztes Jahr die Lücken. Frankreich und andere Nachbarn lieferten Rekordmengen. Behörden erwarten, dass dieser Trend anhält, sofern keine neuen inländischen Kapazitäten hinzukommen.

Kommende Stromwerftendern könnten die Konzentration verringern. Der Bericht erwähnt, dass Auktionen für Gas- und Wasserstoff-fähige Anlagen Wettbewerbsdruck erzeugen könnten. Angebote werden bald unter der Energiestrategie der Regierung veröffentlicht.

Störungen der Stromversorgung stellen unmittelbare Risiken dar. Kälteperioden oder Ausfälle von Kraftwerken könnten das Netz belasten. Das Bundeskartellamt fordert Überwachung, um Verbraucher zu schützen.

Deutschland erzeugte 512 Terawattstunden während des untersuchten Zeitraums. Erneuerbare Energien machten 57 % des Mix aus, ein Anstieg gegenüber früheren Jahren. Wind und Sonne führten den Aufschwung an, aber die Unterbrechbarkeit erfordert Unterstützung von konventionellen Quellen.

RWE betreibt 38 Gigawatt Kapazität, hauptsächlich Gas und Braunkohle. LEAG konzentriert sich auf Kohlekraftwerke in der Lausitz. EnBW kombiniert Wasser, Gas und Biomasse.

Regulierungsbehörden überwachen die Konzentration der vier größten Firmen. Laut Bericht halten die drei führenden Unternehmen jetzt über 40 % der Kapazität in Spitzenstunden, was über die sicheren Wettbewerbsniveaus liegt.

Verbraucherpreise stiegen um 15 % gegenüber dem Vorjahr. Industrielle Nutzer stehen unter Druck, mit einigen, die Produktion ins Ausland verlagern. Das Wettbewerbsamt fordert eine beschleunigte Ausbau des Netzes, um mehr erneuerbare Energien zu integrieren.

Berlin strebt 80 % saubere Energie bis 2030 an. Dazu sind 30 Gigawatt feste Kapazität neben Wind und Sonne erforderlich. Tendern zielen zunächst auf 10 Gigawatt ab.

Industriegruppen begrüßen die Aufsicht. VCI, die Chemikaliengemeinschaft, betont, dass stabile Lieferung die Priorität sei. Stromausfälle schädigten Fabriken während der 2022-Notwendigkeit.

Das Bundeskartellamt wird die Ergebnisse der Tendernächsten Jahr überprüfen. Frühe Hinweise zeigen starke Interesse von Uniper und Steag.

Europa beobachtet sorgsam. Deutschlands Stromnetz ist mit Skandinavien, den baltischen Ländern und darüber hinaus verbunden. Die Abhängigkeit von Importen verknüpft Berlins Sicherheit mit der Produktion der Nachbarn.

Der Neustart der französischen Atomkraftwerke unterstützte den Stromfluss letztes Winter. Aber Wartungspläne erzeugen Volatilität. Händler berichten über höhere Hedging-Kosten in der Region.