Hamas bestätigte den Tod eines hohen Führers der Qassam-Brigaden in einem israelischen Angriff. Der Tod des Mannes sei eine Verletzung des Waffenstillstandsabkommens in Gaza und ein Angriff auf Zivilisten im Enklave, hieß es. Sieben Palästinenser, darunter drei Frauen und ein Baby, wurden in den Angriffen getötet, berichteten Mediziner und Al Jazeera. Dutzende weitere wurden verletzt.
Angriffsdetails und Opferzahlen
Die israelischen Angriffe richteten sich gegen das Viertel Remal westlich von Gaza-Stadt. Ein Angriff auf ein ziviles Fahrzeug tötete drei Menschen, ein zweiter auf ein Gebäude vier, sagten Mediziner. Ibrahim Al Khalili von Al Jazeera berichtete, die Angriffe hätten Panik ausgelöst, als Bewohner ein brennendes Wohngebäude verließen.
Hamas bezeichnete den Angriff als Beweis für die „kriminelle und faschistische Natur“ Israels. „Er zeigt, dass Israel alle internationalen Gesetze und Konventionen ignoriert“, hieß es in einer Erklärung. Auch die palästinensische Mujahideen-Bewegung und deren militärischer Arm, die Mujahideen-Brigaden, trauerten um den Führer. Sein Tod sei eine „feige Ermordung“, die ihre Entschlossenheit nicht schwäche, sagten sie.
Weitere Hintergründe und Erklärungen
Die palästinensischen Widerstandsgruppen betonten, dass der Führer eine lange Geschichte des Widerstands gegen Israel habe. Der Angriff werde den Konflikt nicht lösen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. „Auch mit der Kriegsmaschine und der Zerstörung, die sie in den letzten zwei Jahren und sechs Monaten ausgelöst hat, wird er den Konflikt nicht lösen“, sagten sie. Im Dezember letzten Jahres hatte Israel Raed Saad, den Stellvertreter des Führers, in einem Angriff getötet, bei dem mindestens 25 Menschen verletzt wurden.
Zudem warnte US-Präsident Donald Trump Hamas, dass sie ein „schnelles und entschlossenes“ Ende erwarten müsse, falls sie den Waffenstillstand verletze. Dieser Warnung folgten Berichte, dass Hamas öffentliche Hinrichtungen von Gaza-Bewohnern durchgeführt habe, die angeblich mit Israel zusammenarbeiteten. Arabische Vermittler mahnten, solche Handlungen könnten Israel einen Vorwand liefern, um die Kämpfe wieder aufzunehmen.
US- und israelische Reaktionen
Trump hatte die Hinrichtungen zunächst heruntergespielt und gesagt, Hamas habe „einige Gangmitglieder beseitigt“. Später verhärmtete er seine Haltung. Er schlug vor, Israel könne im Bedarfsfall beauftragt werden, Hamas „auszurotten“. „Wir haben einen Deal mit Hamas, dass sie sich gut verhalten, brav sein und nett sein werden. Falls nicht, werden wir sie ausradieren müssen“, sagte er. Arabische Beamte bestätigten, dass Hamas nach US-Warnungen zugesagt habe, keine weiteren öffentlichen Hinrichtungen durchzuführen.
Trump deutete an, dass er solche Maßnahmen zurückhalte, um dem Waffenstillstand eine Chance zu geben. „Ich könnte ihnen sagen: ‚Macht das, was ihr tun müsst.‘ Aber im Moment haben wir das noch nicht gesagt“, sagte er, wobei er auf Israels mögliche Beteiligung verwies.
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