Honda, einer der größten japanischen Autobauer, meldete einen Nettoverlust von 403,3 Mrd. Yen (2,6 Mrd. Dollar) für das Geschäftsjahr bis März. Dies ist der erste Verlust seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 1957, berichten CNN und BBC.
Wertminderungen bei E-Fahrzeugen und Marktwandel
Das Unternehmen begründete den Verlust mit einer Wertminderung von 1,6 Mrd. Yen (10 Mrd. Dollar) bei Investitionen in Elektrofahrzeuge. Dies reduzierte einen ursprünglich möglichen Gewinn von 7,4 Mrd. Dollar erheblich, wie CNN berichtet. Analysten stellten fest, dass Honda ursprünglich einen schnellen Wechsel zu E-Fahrzeugen erwartet hatte, doch die Nachfrage blieb hinter den Prognosen zurück.
Der Chefexecutive Toshihiro Mibe kündigte an, dass Honda seine früheren Ziele aufgibt, bis 2030 ein Fünftel der Neuwagen als E-Fahrzeuge zu verkaufen und bis 2040 alle Fahrzeuge elektrisch zu machen, wie BBC meldet. Das Unternehmen rechnet zudem mit weiteren Verlusten in Höhe von 512 Mrd. Yen im nächsten Geschäftsjahr bis März 2027.
Politische Änderungen und Marktkonkurrenz
Die Änderungen der US-Emissionsvorschriften durch die Regierung Trump und die Streichung eines 7500-Dollar-Steuerfreibetrags für E-Fahrzeugkäufer führten zu einer Strategieanpassung. Nachdem der Steuerfreibetrag im September 2023 wegfiel, sanken die E-Fahrzeugverkäufe in den USA stark. Trotz der kürzlich gestiegenen Benzinpreise infolge des US-Israel-Konflikts mit Iran blieb die Nachfrage nach E-Fahrzeugen unter Erwartungen, berichten CNN und BBC.
Da die Trump-Regierung strengere Emissionsvorschriften aufhob und finanzielle Strafen für Hersteller beseitigte, konzentrierten sich Honda und andere Hersteller wieder auf Benziner, wo sie die höchsten Gewinnmargen erzielen. Dieser Wechsel brachte jedoch Kosten mit sich, da Hersteller die Wertminderung ihrer großen Investitionen in E-Fahrzeuge verbuchen mussten, wie CNN berichtet.
Branchentrends
Honda ist nicht allein in seinen Schwierigkeiten. General Motors meldete 2025 einen Abschlag von 7,2 Mrd. Dollar bei der Reduzierung seiner E-Fahrzeugbemühungen. Ford gab einen Abschlag von 17,4 Mrd. Dollar für denselben Zeitraum bekannt. Stellantis, das Jeep, Ram, Dodge und Chrysler umfasst, meldete einen Abschlag von 25,4 Mrd. Euro (29,7 Mrd. Dollar), wie CNN berichtet.
Die Perspektiven für japanische Autobauer haben sich deutlich verschlechtert. Honda prognostiziert für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust zwischen 420 Mrd. und 690 Mrd. Yen, was möglicherweise den ersten jährlichen Verlust seit dem Börsengang im Jahr 1957 markiert, berichtet Südkoreas Nate. In Reaktion darauf hat Honda seine Strategie geändert und sich auf sein Motorradgeschäft, Hybridfahrzeuge und Finanzdienstleistungen konzentriert. Nordamerika, Japan und Indien gelten als Schwerpunktmärkte.
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