Der indische Premierminister Narendra Modi wird voraussichtlich am 25. und 26; Februar Israel besuchen, berichtete die Nachrichtenagentur PTI mit Verweis auf nicht genannte Quellen — Die Reise wurde erstmals von israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu während einer Rede auf dem Gipfel der Präsidenten großer amerikanischer jüdischer Organisationen am Sonntag angekündigt. Dies löste in Indien Bedenken hinsichtlich der zeitlichen und transparenten Gestaltung solcher diplomatischen Entscheidungen aus.

Kritik an internationalen Ankündigungen

Die indische Kongresspartei äußerte starke Unzufriedenheit mit der Situation. Der Generalsekretär Jairam Ramesh kommentierte auf sozialen Medien, dass Indien erst von US-Außenminister Antony Blinken über das Ende der Operation Sindoor und von US-Präsident Donald Trump über den indisch-amerikanischen Handelsvertrag erfahren habe. Ramesh betonte. Dass Indien von Netanyahu über Modis Israel-Reise erfahren habe, der in der Region mit bedeutenden Konflikten befasst ist.

Laut Ramesh fühle sich die Kongresspartei, dass wichtige diplomatische und Handelsentscheidungen oft im Ausland getroffen werden, bevor sie der indischen Öffentlichkeit mitgeteilt werden; Dies umfasst beispielsweise den kürzlich vereinbarten vorläufigen indisch-amerikanischen Handelsvertrag, der erstmals von Trump auf seiner sozialen Plattform Truth Social angekündigt wurde.

Netanyahu deutet starke Indien-Israel-Beziehungen an

Während des Gesprächs betonte Netanyahu die ‘mächtige Allianz’ zwischen Indien und Israel und erklärte, dass Modi bald besuchen werde. Er bezeichnete Indien als ‘sehr mächtig’ und ‘sehr beliebt’ und deutete an, dass die Gespräche sich auf die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern konzentrieren würden.

Eine Quelle in Jerusalem sagte PTI. Dass Modis Besuch vermutlich nur zwei Tage dauern werde, aber aufgrund der globalen Bekanntheit Modis möglicherweise einen großen Einfluss haben könne. Der konkrete Tagesordnungspunkt des Besuchs wird noch finalisiert, obwohl Modi voraussichtlich die israelische Knesset ansprechen und bilaterale sowie regionale Themen besprechen wird; Dies wird seine zweite Reise nach Israel sein, nach seinem historischen Besuch im Juli 2017.

Indiens Position im Israel-Gaza-Konflikt

Indien unterstützt seit langem eine ‘Zweistaatenlösung’ für den Israel-Gaza-Konflikt, während es gleichzeitig eine strategische Partnerschaft mit Israel aufrechterhält. Letztes Jahr sprachen Modi und Netanyahu telefonisch, um ihre Verpflichtung zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zu bestätigen. Während dieses Gesprächs betonte Modi den Fortschritt in der strategischen Partnerschaft zwischen Indien und Israel und versprach, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren, einschließlich einer gemeinsamen Verpflichtung, Terrorismus nicht zu tolerieren.

Indien unterstützt alle Bemühungen, um eine gerechte und dauerhafte Friedenslösung in der Region zu erreichen, ungeachtet der komplexen Dynamik seiner Beziehungen zu Israel. Die eigenen Pläne Netanyahus, Indien zu besuchen, wurden seit 2023 aufgrund der Angriffe der Hamas am 7. Oktober verzögert, die geplante Zusammenarbeit unterbrachen und Fragen nach der Stabilität der Region aufwarfen.

Modis bevorstehende Reise könnte die strategischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Israel weiter stärken, bringt aber auch die breiteren geopolitischen Implikationen der indischen Außenpolitikentscheidungen und deren Empfang in der Bevölkerung in den Vordergrund.