Jakarta — Indonesiens Parlament hat während einer Plenarsitzung am Donnerstag einen 1,9-Milliarden-Yen-Transfer (etwa 205 Mrd. Rp) für ein Patrouillenboot aus Japan genehmigt. Die Abgeordneten stimmten dem 18M-Klasse-Boot für die indonesische Marine im Rahmen des japanischen Offiziellen Sicherheitshilfeprogramms (OSA) zu.

Dave Akbarshah Fikarno, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses I des Parlaments, gab die Entscheidung nach Diskussionen mit dem Verteidigungsministerium bekannt. „Der Ausschuss I des Parlaments hat beschlossen, das 18M-Klasse-Patrouillenboot im Wert von 1,9 Milliarden Yen vom japanischen Staat für die indonesische Marine anzunehmen“, sagte Fikarno, Politiker der Partei Golkar, während der Sitzung im Parlamentskomplex.

Die Genehmigung folgte einem Antrag des Verteidigungsministers Sjafrie Sjamsoeddin vom 24. November 2025. Nach indonesischem Recht benötigt das Parlament die Zustimmung für ausländische Geschenke oder Kredite für Verteidigungsausrüstung. Der Ausschuss I prüfte den Vorschlag mit Regierungsbeamten am 10. Februar 2026.

Präsidentin des Parlaments Puan Maharani leitete die Plenarsitzung, bei der die Abgeordneten auch Pläne für einen separaten Transfer aus Südkorea aufgaben. Das Verteidigungsministerium informierte die Abgeordneten über die Absage in einem Schreiben vom 27. Januar 2026.

Stellvertretender Verteidigungsminister Donny Ermawan Taufanto lobte die Eignung des japanischen Bootes für die Gewässer Indonesiens. „Dieses Patrouillenboot ist schnell und wendig, was es sehr geeignet für Operationen in den Gewässern Indonesiens macht“, sagte er nach einem Treffen mit dem Ausschuss I am 10. Februar im Parlamentskomplex.

Taufanto betonte die Vorteile des Transfers. Indonesiens weite Inseln seien von Sicherheitsrisiken bedroht, die schnelle Reaktion erfordern, sagte er. Der Transfer verursacht keine finanziellen Belastungen, da keine staatlichen Ausgaben erforderlich sind.

Aus diplomatischer Sicht stärkt der Deal die Beziehungen. „Dieser Transfer wird die Zusammenarbeit Indonesiens mit Japan stärken, insbesondere zwischen dem Verteidigungsministerium“, fügte Taufanto hinzu.

Die Marine wird ein modernes Asset erhalten, ohne auf nationale Mittel zurückzugreifen. Das OSA-Programm Japans zielt darauf ab, die Sicherheitsbedürfnisse von Partnerländern zu unterstützen. Indonesische Beamte betrachten das Boot als direkten Impuls für maritime Patrouillen inmitten regionaler Spannungen.

Fikarnos Bericht bestätigte, dass alle verfahrenstechnischen Schritte erfüllt wurden. Die einstimmige Unterstützung der Plenarsitzung signalisiert eine starke bipartitische Unterstützung für verstärkte Marinekapazitäten.