Ein neues Abkommen zwischen den USA und Iran sieht die Entfernung von nuklearem Material vor, verzichtet aber auf detaillierte Beschränkungen bei der Anreicherung, wie US-Beamte mitteilten. Iran hält derzeit 440 kg Uran mit 60 % Anreicherung, das schnell auf 90 % angereichert werden kann, um Waffenherstellung zu ermöglichen. Dies markiert einen deutlichen Unterschied zum 2015 geschlossenen JCPOA-Abkommen, das Irans nukleare Bestände auf 300 kg beschränkte und die Urananreicherung auf 3,67 % für 15 Jahre begrenzte.
Weitreichende Regelungen fehlen
Das neue Memorandum of Understanding (MoU) besagt, dass Iran „bestätigt, dass er keine Atomwaffen ankaufen oder entwickeln wird“, liefert aber kaum Details zur Umsetzung; Dies ähnelt der Sprache im JCPOA, das besagte, dass Iran „unter keinen Umständen Atomwaffen anstreben, entwickeln oder erwerben wird“. Das MoU enthält außerdem eine Zusage. Die Frage der Anreicherung zu besprechen und die Lagerung von angereichertem Material über einen gemeinsam vereinbarten Mechanismus zu klären — Diese Gespräche deuten darauf hin, dass weitere Details in Zukunft ausgehandelt werden.
Im Gegensatz dazu erlaubte das JCPOA der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Zugang zu Irans nuklearem Programm, um die Einhaltung zu gewährleisten; Die IAEA bestätigte, dass Iran dem Abkommen bis zum Rücktritt der USA unter Präsident Trump im Jahr 2018 nachkam. Trump bezeichnete das JCPOA als „verfault und verderben“. Nach dem Zusammenbruch des Abkommens erweiterte Iran sein nukleares Programm erheblich.
Irans aktuelle nukleare Bestände
Bis zum 28. Februar 2026 hielt Iran laut US-Beamten etwa 440 kg Uran mit 60 % Anreicherung. Diese Anreicherung ist nicht hoch genug für Atomwaffen, kann aber rasch auf das 90 %ige Niveau erhöht werden, das für Waffenherstellung erforderlich ist. Das neue Abkommen legt nicht fest, wie viel davon zerstört oder aus Iran entfernt wird. Jüngere Aussagen Trumps deuten jedoch darauf hin, dass das verbleibende nukleare Material aus dem Land entfernt werden soll.
US-Beamte beschrieben das neue Abkommen als „Mindeststandard“ für die Zerstörung der angereicherten Bestände. Dies deutet darauf hin, dass das Abkommen möglicherweise nicht alle Risiken durch Irans aktuelle nukleare Fähigkeiten abdeckt. Das Abkommen enthält jedoch eine Zusage, die Frage der Anreicherung zu besprechen und einen Mechanismus zur Klärung der Lagerung von Material zu entwickeln. Dies könnte weitere Verhandlungen zur Klärung der Abkommenbedingungen auslösen.
Waffen, Geld und Schiffe im Abkommen
Das neue MoU behandelt eine Reihe von Themen, einschließlich der Lagerung nuklearen Materials, erwähnt aber andere Aspekte des Iran-Abkommens wie Sanktionserleichterungen oder finanzielle Konditionen nicht. Das JCPOA von 2015 enthielt erhebliche finanzielle Anreize für Iran, darunter die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen im Austausch für Beschränkungen seines nuklearen Programms. Das neue Abkommen konzentriert sich hauptsächlich auf die technischen Aspekte von Irans nuklearem Programm, nicht auf umfassendere wirtschaftliche oder politische Bedingungen.
Während das neue Abkommen umgesetzt wird, wird der Fokus sich wahrscheinlich auf die praktische Umsetzung seiner Bedingungen richten. Die Entfernung von nuklearem Material aus Iran und die Klärung der Frage der Anreicherung werden Schlüsselthemen der Verhandlungen sein. Der Erfolg des neuen Abkommens hängt davon ab, dass beide Parteien eine für beide akzeptable Lösung für diese Themen finden können.
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