Von Putschen bis zum Krieg – wie Jahrzehnte von Rivalitäten und Fehleinschätzungen einen der heutigen gefährlichsten Kriege geformt haben, berichtet Al Jazeera. Die Dokumentation trägt den Titel „Iran: Der Aufstieg zum Krieg“ und deckt mehr als sieben Jahrzehnte ab. Sie untersucht, wie einer der folgenreichsten Konflikte der modernen Zeit entstand.

Der CIA-gestützte Putsch 1953

Die Dokumentation beginnt mit dem CIA-gestützten Putsch 1953, der zur Absetzung von Mohammad Mosaddegh führte. Der Film verfolgt die Transformation Irans von einer westlich ausgerichteten Monarchie unter Mohammad Reza Pahlavi bis zur islamischen Revolution unter Ayatollah Ruhollah Khomeini. Dieses Ereignis markierte eine entscheidende Wende in der politischen Landschaft Irans und seiner Beziehung zum Westen.

Steigende Spannungen mit den USA und Israel

Als die Beziehungen zwischen Iran und den USA nach der Geiselnahme zusammenbrechen, verschärft sich parallel die Rivalität mit Israel. In den folgenden Jahrzehnten entsteht ein Konflikt, der sich durch Stellvertreterkriege, geheime Operationen und Streitigkeiten um Irans angebliche Atomambitionen definiert. „Iran: Der Aufstieg zum Krieg“ untersucht, wie diese Spannungen in direkte Auseinandersetzungen mündeten und welche ernsten und gefährlichen regionalen und globalen Auswirkungen sie haben.

Eine ausgewogene Betrachtung des Konflikts

Mithilfe von Archivmaterial, Expertenanalysen und Berichten aus verschiedenen Perspektiven präsentiert die Dokumentation eine ausgewogene, chronologische Betrachtung der rivalisierenden Strategien und Ängste, die den Konflikt prägten. Statt Schuldzuweisungen zu machen, stellt der Film eine zentrale Frage: Wie entwickelte sich eine Beziehung, die einst durch Zusammenarbeit gekennzeichnet war, zu einer Auseinandersetzung, bei der Tausende Leben verloren gingen, der Nahen Osten schwer getroffen wurde und die Gefahr besteht, die globale Wirtschaft und den Weltordnungskonzepten zu gefährden.