Iran hat am Donnerstag Raketenangriffe auf Israel und US-Militärstützpunkte im Nahen Osten gestartet, während israelische Streitkräfte ihre Angriffe im Libanon intensivierten. Die israelische Streitkraft bestätigte, dass in Städten wie Tel Aviv und Jerusalem Luftschutzalarm ausgelöst wurde, was auf den Anflug von Raketen hindeutet. Iranische staatliche Fernsehsender berichteten, dass zusätzliche Angriffe auf US-Stellungen im Gebiet gerichtet waren.
Steigende Luft- und Bodenangriffe
Die israelische Streitkraft kündigte neue Angriffe im Libanon an, die auf die von Iran unterstützte militanten Gruppe Hezbollah im südlichen Vorort von Beirut gerichtet waren. Die Angriffe folgten auf eine intensivierte Bombardierung Irans durch die USA und Israel am Mittwoch, wobei der Tempo der Angriffe so stark war, dass iranische staatliche Fernsehsender den Trauerakt für den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei, der am Beginn des Konflikts getötet wurde, verschieben mussten.
Der Konflikt begann am Samstag, als die USA und Israel einen koordinierten Angriff starteten, der auf die Führung Irans, die Raketenarsenal und das Atomprogramm abzielte, wobei Hinweise darauf bestanden, dass das Sturz der Regierung ein Ziel war. Allerdings haben sich die genauen Ziele und Zeitpläne wiederholt geändert, was auf einen offenen Konflikt hindeutet. Präsident Donald Trump lobte die US-Streitkräfte für ‘sehr gute Leistungen auf dem Kriegsfront, um es vorsichtig zu formulieren’, während andere Republikaner im US-Senat seine Position unterstützten, indem sie eine Resolution ablehnten, die den Krieg beenden sollte.
Regionale Auswirkungen und Opfer
Iran hat Angriffe auf Bahrain, Kuwait und Israel gestartet, während der Konflikt sich verschärft hat. Türkei berichtete, dass NATO-Abwehrsysteme eine Ballistische Rakete aus Iran abgefangen haben, bevor sie türkischen Luftraum erreichte. Laut Behörden in den betroffenen Ländern hat der Krieg in Iran mehr als 1.000 Tote verursacht, in Libanon mehr als 70 und in Israel etwa eine Dutzend. Der Konflikt hat auch globale Öl- und Gasversorgungsketten gestört, den internationalen Schiffsverkehr behindert und Hunderttausende Reisende im Nahen Osten blockiert.
Die Nachbarländer bereiten sich auf eine weitere Eskalation vor, wobei Irans paramilitärische Revolutionsgarden bereits ‘die vollständige Zerstörung der militärischen und wirtschaftlichen Infrastruktur der Region’ bedroht haben. Das Innenministerium Kuwaits teilte mit, dass Behörden Bewohner in der Nähe des US-Embassys in Doha vorübergehend evakuieren würden, ohne weitere Details zu nennen. Kampfjets wurden über Dubai gehört, und ein neuer Angriff vor der Küste Kuwaits schien den Bereich zu erweitern, in dem kommerzieller Schiffsverkehr in Gefahr war.
Ölpreise und globale wirtschaftliche Sorgen
Ein Explosion erschütterte den Bereich am frühen Donnerstagmorgen, berichtete das vom britischen Militär betriebene United Kingdom Maritime Trade Operations Centre. Die Agentur berichtete, dass ein Tanker unter Angriff geraten zu sein schien, gab aber keine Ursache an. In der Vergangenheit hat Iran Schiffe angegriffen, indem sie Limpet-Minen an sie befestigte. Frühere Angriffe seit Beginn des Konflikts am Samstag fanden im Golf von Oman und im Hormuzschlucht statt, dem schmalen Mündungsbereich des Persischen Golfs, durch den etwa ein Fünftel der weltweiten Ölförderung transportiert wird.
Ölpreise haben sich in die Höhe geschraubt, da iranische Angriffe den Verkehr durch den Schlick gestört haben, und globale Aktienmärkte wurden durch Sorgen um die steigenden Ölpreise belastet, die die globale Wirtschaft verlangsamen könnten. Analysten warnen, dass der laufende Konflikt langfristige wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte, insbesondere für Länder, die stark von Ölimporten abhängen.
Als sich die Situation weiter entwickelt, bleibt die internationale Gemeinschaft in Alarmbereitschaft, mit Tensionen, die keine Zeichen von Beruhigung zeigen. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, um den Verlauf des Konflikts und seine weitreichenden Auswirkungen auf die globale Stabilität und den Handel zu bestimmen.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts