Israelische Streitkräfte haben Luftangriffe auf Gebiete in Süd Beirut und in der Nähe der Hauptstadt unternommen, was eine erhebliche Eskalation des regionalen Konflikts markiert, der sich nun über den gesamten Nahen Osten ausbreitet. Die Angriffe folgten auf die Bekanntgabe durch die Hisbollah, Raketen und Drohnen gegen Israel abgefeuert zu haben, als Reaktion auf den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei.
Der globale Luftverkehr wurde stark gestört, da die größten Flughäfen im Nahen Osten aufgrund der anhaltenden Luftangriffe geschlossen blieben. Dubai International Airport, der weltweit wichtigste Flughafen, erlebte eine der größten Flugunterbrechungen in jüngster Zeit, wobei Hunderte von Schiffen in den umliegenden Gewässern ankerten, da Händler einen starken Anstieg der Ölpreise erwarteten.
Laut Schiffsdaten haben sich Hunderte von Öl- und Gas-Tankern im Golf und im Hormuz-Streitkanal angesiedelt, nach Angriffen durch die iranischen Revolutionsgarden. Die Störungen haben Bedenken hinsichtlich der Stabilität der globalen Energiemärkte und des potenziellen langfristigen wirtschaftlichen Einflusses auf Länder ausgelöst, die auf Öl aus dem Nahen Osten angewiesen sind.
Die ersten amerikanischen Opfer der Kampagne, darunter drei militärische Personal, wurden am Sonntag bestätigt. Laut zwei anonymen Beamten, die Reuters gegenüber traten, starben die US-Soldaten auf einer Basis in Kuwait. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die drei als „wahre amerikanische Patrioten“, warnte jedoch, dass weitere Verluste wahrscheinlich seien.
Trump’s Kommentare folgten auf eine niedrige öffentliche Unterstützung der Operation, bei der nur etwa ein Viertel der Amerikaner die militärische Kampagne unterstützte, laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos. Die verlängerte militärische Kampagne könnte für Trumps Republikaner eine große politische Gefahr darstellen, bevor die US-Mittelwahlen stattfinden, die die Zukunft des Kongresses bestimmen könnten.
In einer vorab aufgezeichneten Rede versprach Trump, militärische Angriffe auf Iran fortzusetzen, bis „alle unsere Ziele erreicht sind“. Er behauptete, der Angriff habe bereits Irans militärische Führung ausgeschaltet und neun iranische Marineschiffe sowie ein Marineschiff zerstört.
Die iranischen Revolutionsgarden gaben bekannt, drei US- und britische Öltanker im Golf und im Hormuz-Streitkanal angegriffen zu haben und militärische Stützpunkte in Kuwait und Bahrain mit Drohnen und Raketen angegriffen zu haben. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi deutete in einem Post auf X an, dass Iran bereit sei, den Kampf fortzusetzen, obwohl Hinweise aus dem Außenministerium Omans darauf hindeuten, dass Teheran bereit sei, die Spannungen zu verringern.
Der Tod von Khamenei hat in Iran eine Machtvakuum geschaffen, wobei der Länderrat der Führung vorübergehend die Aufgaben des Obersten Führers übernommen hat. Analysten vermuten, dass der Tod von Khamenei und anderen iranischen Führern zwar ein schwerer Schlag für Iran sei, aber nicht unbedingt das Ende der etablierten klerikalen Herrschaft oder des Einflusses der Revolutionsgarden bedeute.
Eine neue Analyse von Redpoint Advisors zeigt, dass die iranische Öffentlichkeit bereits nach einem Nachfolger für Khamenei sucht, was potenzielle Veränderungen im politischen Landschaft des Landes signalisiert. Die langfristigen Auswirkungen dieser Veränderungen bleiben jedoch unklar.
Trump rief die iranischen Streitkräfte und Polizei auf, den Kampf zu beenden, und versprach Immunität für solche, die sich ergeben würden, während er jenen, die sich weigerten, „gewisse Todesschicksale“ drohte. Er wiederholte seine Aufforderung an das iranische Volk, sich gegen die Regierung zu erheben, und sagte: „Ich rufe alle iranischen Patrioten, die Freiheit wünschen, zu diesem Moment zu greifen, mutig, mutig, heldenhaft und ihr Land zurückzuerobern.“
Die Trump-Regierung hat keine langfristigen Ziele für Iran dargelegt, und Beamte berichten, dass sie intern über die Details der Politik diskutieren. Die Regierung versucht auch, widersprüchliche Signale zu vermeiden, während sie weiterhin mit Verbündeten in der Region koordiniert.
Als der Konflikt weiter abläuft, verfolgt die internationale Gemeinschaft die Situation genau, mit Sorge vor weiterer Eskalation und dem potenziellen Ausbruch eines umfassenderen regionalen Krieges. Die israelische Armee hat Bewohner im Süd- und Ostlibanon angewiesen, sich zu evakuieren, aufgrund der Gefahr weiterer Angriffe durch die Hisbollah.
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