Kanada und die USA sind in einen Handelskonflikt verstrickt, der sich auf globale Milch- und Agrarhandelsmuster auswirken könnte; Nach kanadischen Gegenmaßnahmen gegen US-Zölle sind nun Wechselseitigkeiten im Milch- und Agrarsektor zu beobachten. Analysten warnen vor Störungen in den Nahrungsmittelmarkten.

Steigende Spannungen und Gegenzölle

Die USA erhöhten die Zölle auf alle Handelspartner, was zu Reaktionen führte. Laut einem Bericht der Norinchukin Research Institute Co., Ltd. vom 21. Mai 2025 sorgt die US-Handelspolitik unter der Trump-Administration für weltweite Agrarkrisen. Die Einführung von Gegenzöllen hat einen erheblichen Einfluss auf den Agrarexport und die Preise für Agrarprodukte.

Trump erhöhte zunächst die Zölle auf US-Handelspartner, senkte sie aber später für etwa 75 Länder wieder auf 10 % und stellte höhere Erhöhungen auf drei Monate zurück. China erhöhte ihre Zölle auf US-Güter auf 125 %, was Trump zu einer Reaktion zwang: Er erwiderte mit einem Zoll von 145 % auf chinesische Importe. Diese Wechselseitigkeit hat Unsicherheit im globalen Milchmarkt geschaffen.

Auswirkungen auf den Milchmarkt

Der Milchsektor ist besonders betroffen. Dave Kurzawski von StoneX erklärte im Rundfunkbeitrag „Dairy Radio Now“ vom 14. April, dass die Unsicherheit in den Märkten beunruhigend sei, doch Nahrungsmittelgüter hätten sich relativ gut geschlagen. Der Soja-Markt beobachtet die Entwicklungen genau, da über die Hälfte der US-Sojabohnen nach China exportiert wird.

Mary Ledman, Global Strategist bei Rabobank, warnte, dass der steigende Handelskrieg zwischen USA und China den globalen Milchmarkt beeinflussen werde, insbesondere bei Laktose und Trockenmolke. Der US-Milchsektor exportiert über 50 % seiner Trockenmolke- und Laktoseproduktion nach China. Gegenzölle könnten den Handelsfluss verändern. Laut Ledman könnten EU und UK die Lücke füllen, die China hinterlässt.

Marktreaktionen und Ausblick

Der Leitindex Standard & Poor’s 500 stieg nach den ersten Zollankündigungen binnen Minuten um über 8 %, während Rohölpreise zwischen minus 4,00 und plus 2,00 Dollar schwankten. Der Markt kehrte am nächsten Tag die Richtung um, was die Volatilität durch die anhaltenden Handelskonflikte widerspiegelte.

Kurzawski erklärte, dass US-Käse- und Butterpreise weltweit weiterhin attraktiv seien, trotz der Zollprobleme — der Käsemarkt erreichte am 21. März sein letztes Tief, und der Terminmarkt fiel zwei Tage nach dem 2. April. Der Markt hat sich seitdem stabilisiert und ist auf höherem Niveau.

Langfristig erwarten einige Beobachter eine Stärkung der Agrarwirtschaft durch diese Handelspolitik. Kurzfristig stehen jedoch Landwirte und Agrarproduzenten unter Unsicherheit. Japan etwa wird aufgefordert, seine landwirtschaftliche Grundlage zu stärken, während es auf globale Handelstrends reagiert. Der Norinchukin-Bericht betont, dass Länder sich an die sich wandelnden Handelsbedingungen anpassen und Resilienz in ihren Agrarsektoren aufbauen müssen.