Trump zu Iran
Trump sagte Journalisten während einer Pressekonferenz, dass die US-Regierung das Angebot prüfe, sich aber derzeit nicht in der Lage sehe, es zu akzeptieren. Er betonte, dass das Angebot die zentralen Sicherheitsbedenken der US-Regierung nicht behebe.
„Wir sind nicht naiv. Wir werden uns nicht auf einen Deal einlassen, der unsere nationalen Interessen nicht schützt“, sagte Trump laut Al Jazeera. Er unterstrich, dass die US-Armee bereit sei, auf jede Bedrohung aus Iran oder dessen Verbündeten zu reagieren.
Details des iranischen Angebots
Der Iran habe angeboten, seine Urananreicherungsaktivitäten und sein Raketenprogramm einzuschränken, im Austausch für gelockerte Wirtschaftssanktionen und eine langfristige diplomatische Lösung, berichtete Al Jazeera. Das Angebot sei bislang weder offiziell angenommen noch abgelehnt worden.
Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian bezeichnete das Angebot als „wichtigen Schritt“ in Richtung Entspannung und forderte die USA auf, sich an „ernsthaften Verhandlungen“ zu beteiligen. Er rief zudem zu einer Reduzierung der militärischen Spannungen in der Region auf.
US-Außenminister Rex Tillerson teilte in einer Erklärung mit, dass das Angebot geprüft werde, die USA aber an ihrer Strategie festhalten, Druck auf den Iran durch Sanktionen und militärische Präsenz auszuüben. „Wir sind nicht hier, um aus reiner Verhandlungsbereitschaft zu verhandeln, sondern unser Ziel ist es, einen Deal zu sichern, der die Sicherheit der Amerikaner gewährleistet“, sagte Tillerson.
Regionale Reaktionen und Spannungen
Regionale Verbündete der USA, darunter Saudi-Arabien und Israel, zeigten sich laut Al Jazeera mit der harten Haltung der US-Regierung gegenüber dem Iran einverstanden. Kronprinz Mohammed bin Salman von Saudi-Arabien sagte in einem Interview, dass ein Deal nur akzeptabel sei, wenn er eine „komplett gestoppte nukleare Ambition des Irans und dessen Unterstützung regionaler Stellvertreterkriege“ beinhalte.
Zudem berichteten US-Militäroffiziere von einem Anstieg der militärischen Aktivitäten im Golf, mit zusätzlichen Kampfjets und Kriegsschiffen, die in die Region verlegt wurden. Laut dem Pentagon diene der Schritt der Demonstration von Stärke und der Abschreckung potenzieller iranischer Aggressionen.
Auch iranische Militäroffiziere setzten Maßnahmen ein, um ihre Verteidigung zu stärken, darunter die Ausrichtung zusätzlicher Luftverteidigungssysteme und die Prüfung neuer Raketenkapazitäten. Laut der iranischen Revolutionsgarde seien diese Maßnahmen darauf ausgerichtet, die Souveränität und Sicherheit des Landes zu gewährleisten.
Trump erklärte, er erwarte, dass die aktuelle Lage in den nächsten Wochen weiterhin instabil bleibe, und warnte, dass ein Angriff auf US-Personal oder Interessen mit einer „entschlossenen Antwort“ begegnet werde. Er fügte hinzu, dass die USA in ständiger Kommunikation mit ihren Verbündeten und Partnern in der Region stünden, um mögliche militärische Operationen abzustimmen.
„Wir sind für alle Szenarien gerüstet, und wir werden nicht zulassen, dass der Iran die Sicherheit der freien Welt bedroht“, sagte Trump. Er wiederholte außerdem, dass sein Kabinett sich verpflichtet fühle, eine starke militärische Präsenz im Nahen Osten zu wahren, um Aggressionen abzuschrecken.
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