Während eines Staatsbanketts im Weißen Haus erinnerte König Charles US-Präsident Donald Trump spielerisch an seine Position als Staatsoberhaupt Kanadas. Laut Radio-Canada gehörten die Äußerungen zu einem leichten, aber präzisen Austausch. Charles wies darauf hin, dass die USA und Kanada in wenigen Wochen gemeinsam die FIFA-Weltmeisterschaft ausrichten würden und sagte: „Also, in gewisser Hinsicht, Herr Präsident, als Staatsoberhaupt sind wir gemeinsame Gastgeber.“ Die Bemerkung war eine subtile, aber klare Bestätigung der Souveränität Kanadas, besonders im Hinblick auf Trumps wiederholte Hinweise, dass Kanada die 51. US-Bundesstaat werden könnte.
Charles fügte hinzu, dass er, als Staatsoberhaupt von fünf im Wettbewerb befindlichen Nationen, die Spiele „mit großer Begeisterung“ verfolgen werde und ergänzte: „Wir mögen immer gern gute Chancen.“ Damit hob er diplomatisch die symbolische Rolle der Monarchie in mehreren Ländern hervor, darunter Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Jamaika. Arthur Milnes, Historiker und ehemaliger Redenschreiber für Stephen Harper, sagte, die Verweise seien „zweifellos bewusst gewählt“, um Trump an die Realität der Unabhängigkeit Kanadas zu erinnern.
Belastete Beziehungen und die Rolle der Monarchie
Die Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien sind durch Trumps wiederholte Kritik an britischen Führern, insbesondere an Premierminister Keir Starmer, über Themen wie den Krieg im Iran belastet. Laut CBC sagte Garret Martin, Professor an der School of International Service der American University, die Sorge sei, dass das „langsame, aber stetige Abnehmen der Sympathie“ zwischen den Bevölkerungen beider Länder fortschreite. „Die Frage ist, wie lange die Sympathie andauert?“, sagte Martin in einem Interview. „Die Sorge ist, dass wir nächste Woche möglicherweise ein neues Ereignis, eine neue Schmähung in sozialen Medien erwarten, die erneut die Aufmerksamkeit auf das Fehlende in der Beziehung lenken wird.“
Gegen diesen Hintergrund wurde Charles’ Besuch in den USA als Chance gesehen, Brücken zu bauen. Seine Reden während des vier Tage dauernden Aufenthalts wurden, besonders in Washington, D.C., mit Wärme aufgenommen. Seine Rede vor dem Kongress wurde besonders auf diplomatische Anspielungen beobachtet. Laut CBC wurde der Besuch zudem als Möglichkeit gesehen, den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit zu feiern, was der diplomatischen Mission eine symbolische Ebene verlieh.
Lotteriegewinn bereichert kanadische Schlagzeilen
Während der königliche Besuch die internationalen Schlagzeilen dominierte, sorgte eine weitere kanadische Geschichte für Aufmerksamkeit – ein Mann aus Nova Scotia gewann 17,4 Millionen Dollar im Lotto 6/49, was sein zweiter großer Gewinn ist. Raymond Lillington, Einwohner von Dingwall, N.S., gewann 2013 bereits 3,2 Millionen Dollar und hält nun den Rekord für den zweitgrößten Lotteriegewinn in Atlantikkanada. Laut CBC sagte Lillington: „Das kann nicht real sein. Das ist unmöglich, das passiert nicht.“ Seine Ehefrau Gaye bestätigte, dass er beim ersten Blick auf das Ticket von den Zahlen überwältigt wurde und sie mehrfach überprüfte, um sicherzugehen.
Trotz seines früheren Gewinns sagte Lillington, er habe nie daran gedacht, erneut zu gewinnen. „Ich war überwältigt, als ich die Tickets zum ersten Mal sah, noch mehr als beim ersten Mal, weil ich diesmal wirklich, wirklich, wirklich nicht damit gerechnet habe“, sagte er. Das Paar hat noch nicht verraten, wie sie das Geld verwenden wollen, aber sie sagten, sie würden weiterhin am Lotto teilnehmen, wenn auch mit einem neuen Maß an Vorsicht.
1 Comment