PUTRAJAYA — Malaysias Fischereiabteilung (DOF) kündigte am Freitag an, neun Meeressäugerarten in ihre offizielle Schutzliste unter aktualisierten Vorschriften aufzunehmen.

Der Leiter Datuk Adnan Hussain erklärte, dass die Änderungen der Fischerei-Verordnung (Kontrolle gefährdeter Fischarten) 1999 die Durchsetzung gegen Beifang und Lebensraumstörungen stärken werden — Zu den Arten zählen Balaenoptera omurai, Peponocephala electra, Feresa attenuata, Tursiops aduncus, Stenella coeruleoalba, Stenella attenuata, Ziphius cavirostris, Steno bredanensis und Kogia sima. Alle wurden in malaysischen Gewässern beobachtet und sind ohne stärkere Schutzmaßnahmen gefährdet.

Adnan gab die Mitteilung anlässlich des Internationalen Tages zum Schutz von Meeressäugern. Dieser Tag ist Teil einer breiteren Schutzinitiative, einschließlich eines Nationalen Handlungspakets (NPOA) für den Dugong, oder Dugong dugon.

„Der Dugong ist ein Indikator für den Zustand der küstennahen Meeresökosysteme“, sagte Adnan. Er betonte seine Verbindung zu Seegrasflächen, die Fischereien nähren und blauen Kohlenstoff speichern.

Die DOF plant, bis 2030 marine Schutzgebiete zu erweitern, um nationale Biodiversitätsziele zu erreichen. Adnan betonte wissenschaftsbasierte Governance und Partnerschaften mit Stakeholdern.

Der Schutz hilft auch, internationale Standards für die malaysische Fischerei zu erfüllen, wie sie unter dem US-amerikanischen Meeressäuger-Schutzgesetz gelten. Exporteure nach den USA müssen zeigen, dass ihre Beifangkontrollen den amerikanischen Vorschriften entsprechen, auch wenn sie nicht direkt davon betroffen sind.

„Länder, die in die USA exportieren, müssen sicherstellen, dass ihre Verwaltungssysteme mit den US-Schutzstandards übereinstimmen“, erklärte Adnan.

Das NPOA für den Dugong wird sich auf maritime Raumnutzungsplanung, Gemeinschaftsbeteiligung und Beifangreduzierung konzentrieren. Es sieht Seegraslebensräume als Schlüssel für blauen Kohlenstoff an.

DOF-Beamte planen, die Änderungen bald umzusetzen. Sie erwarten, dass die Aufnahme der Arten die Überwachung und den Schutz dieser Populationen verbessert.

Malaysische Gewässer beherbergen eine vielfältige Meeresfauna, doch Bedrohungen durch Fischerei und Entwicklung bestehen weiter. Frühere Aufzeichnungen zeigen, dass Delphine und Wale in Netze geraten oder durch Küstenbauarbeiten verdrängt werden.

Konservationsgruppen begrüßten den Schritt. Sie forderten eine schnelle Umsetzung und mehr Mittel für Patrouillen.

Adnan betonte erneut die Verpflichtung des Departments. „Die DOF bleibt verpflichtet, Meeresressourcen durch wissenschaftsbasierte Ansätze zu verwalten“, sagte er.