Mary Lou McDonald. Chef der Sinn Féin. Ist angeblich besorgt über die Auswahl von Janice Boylan als Kandidatin der Partei für die By-election in Dublin Central, die im Mai stattfinden wird; Boylan, die in der Wahl 2024 weniger als 1.000 Stimmen erhielt, wurde von lokalen Mitgliedern ausgewählt, nach innenpolitischen Streitigkeiten innerhalb der Partei. Dieser Entscheidung steht McDonalds offensichtliche Präferenz für Gillian Sherratt gegenüber, eine Parteimitglied aus Dublin West und Mutter von Harvey Morrison Sherratt, der tragisch verstarb, nachdem er kritische medizinische Versorgung durch den Health Service Executive (HSE) verweigert wurde.

Führungsentscheidungen und lokale Präferenzen

Laut internen Quellen hat McDonald, die derzeit den Wahlkreis Dublin Central vertritt, vermutlich großen Einfluss auf den Kandidatenentscheid gehabt. Die Wahl von Boylan, einer lokalen Figur, statt Sherratt, die national Aufmerksamkeit erregt hat, könnte als Beleidigung für die Parteichefin wahrgenommen werden, obwohl die Führung der Partei Sherratt nicht offiziell für den Wahlkampf freigegeben hat.

Boylans Kandidatur war nicht ohne Kontroversen. Sie trat nach innenpolitischen Streitigkeiten in den Wahlkampf ein, und ihre Auswahl wirft Fragen über den Grad McDonalds Einflusses auf die Entscheidung auf. Obwohl Boylan von den Stimmen profitieren könnte, die McDonald bei der Wahl 2024 für die Sinn Féin erhielt, könnte die Wählerbeteiligung bei der By-election niedriger ausfallen, was Unsicherheit hervorruft.

Dies wird durch die potenzielle Herausforderung von Gerry Hutch, einem verurteilten Kriminellen, genannt „Der Mönch“, verschärft, der in der Wahl 2024 nicht den Einzug ins Parlament schaffte. Hutch hat eine Kampagne gestartet, um neue Wähler in dem Wahlkreis zu registrieren, was den Ausgang der By-election erheblich beeinflussen könnte.

Sicherheitsbedenken für das Spiel gegen Israel

Garda-Kommissar Justin Kelly hat die Komplexitäten anerkannt, die das bevorstehende Fußballspiel der irischen Herrenmannschaft gegen Israel am 4. Oktober mit sich bringt. Das Spiel, das in Dublin stattfinden wird, stellt eine einzigartige Sicherheitsherausforderung dar, insbesondere in Anbetracht der politischen Spannungen mit der israelischen Regierung.

Kommissar Kelly erklärte, dass die Garda einen großen Polizeiplans für das Ereignis einsetzen wird, einschließlich hochqualifizierter Senior-Offiziere und erheblicher Ressourcen. Er betonte, dass die Polizei bereit sei, jede potenzielle Störung zu bewältigen, einschließlich Demonstrationen oder Vorfällen auf dem Platz.

Das Spiel hat sich mit früheren Vorfällen vergleichen lassen, wie dem Konflikt zwischen Irland und England im Jahr 1995 in Lansdowne Road, der aufgrund von Hooliganismus abgebrochen wurde. Allerdings wird die aktuelle Situation anders eingeschätzt, mit dem Risiko, dass irische Fans die Anwesenheit Israels protestieren, was zu Spannungen führen könnte.

Obwohl die Garda Erfahrung hat, bei hochrangigen Veranstaltungen zu arbeiten, bleibt die Möglichkeit von Fan-Gewalt eine Sorge. Kommissar Kelly warnte, dass jede kriminelle Aktivität während des Spiels mit strengen Maßnahmen konfrontiert werden wird, einschließlich Verhaftungen, wenn nötig.

Politische und ethische Dilemmata

Die Entscheidung, das Spiel in Dublin abzuhalten, hat Debatten ausgelöst, wobei einige argumentieren, dass UEFA Israel erneut in europäischen Wettbewerben teilnehmen lassen sollte, in Anbetracht der humanitären Krise in Gaza. Andere glauben, dass das Spiel hinter verschlossenen Türen in einem anderen Ort als Irland stattfinden sollte, ähnlich wie Belgien ein Spiel von Brüssel nach Ungarn verlegte.

Trotz dieser Bedenken wird das Spiel in Dublin stattfinden, wobei die Garda auf potenzielle Demonstrationen außerhalb des Veranstaltungsortes vorbereitet ist. Veranstalter appellieren an die Fans, ihre Meinung friedlich zu äußern und betonen, dass störende Aktionen den Menschen in Gaza nicht zugutekommen würden.

Als die By-election und das Fußballspiel näher rücken, bleibt die politische Landschaft Irlands ungewiss. Das Ergebnis der By-election könnte Auswirkungen auf die Strategie der Sinn Féin für die allgemeine Wahl 2029 haben, während die Sicherheitsmaßnahmen für das Spiel gegen Israel von der Öffentlichkeit und internationalen Beobachtern genau beobachtet werden.