Speaker Mike Johnson (R.-La.) setzt einen neuen Vorschlag zur Verlängerung eines wichtigen US-Spionage-Rechts fort, nachdem zwei Abstimmungen Anfang des Monats gescheitert sind — Sein am Donnerstag vorgestelltes Gesetz unterscheidet sich kaum von einem früheren Plan, der in einer Reihe von nächtlichen Abstimmungen abgelehnt wurde. Das umstrittene Programm, Abschnitt 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA), läuft am 30. April aus.
FISA 702 und Datenschutzbedenken
FISA 702 erlaubt es US-Geheimdiensten. Die elektronischen Kommunikationen von Ausländern, die sich außerhalb der USA befinden, abzuhören. Etwa 350.000 ausländische Ziele, deren Kommunikation unter dieser Regelung gesammelt wird, sind mit Amerikanern in Verbindung, deren Anrufe, Textnachrichten und E-Mails in die Informationsbestände gelangen könnten, die der Bundesregierung zur Verfügung stehen.
Für fast zwei Jahrzehnte haben datenschutzfreundliche Abgeordnete beider Parteien versucht, eine gerichtliche Genehmigung vorzusehen, bevor Strafverfolgungsbehörden die Informationen von Amerikanern, die über das Programm gesammelt wurden, gezielt überprüfen können. Der Mangel an solchen Haftungsbedingungen führte dazu, dass ein Versuch, das Programm für 18 Monate zu verlängern, scheiterte, ebenso wie eine separate Abstimmung für eine Verlängerung von fünf Jahren.
Johnsons überarbeiteter Plan
Trump-Beamte, wie auch in früheren Regierungen, argumentieren, dass eine solche Haftungsbedingung die Strafverfolgung überlasten und die nationale Sicherheit gefährden würde. Johnsons neuer Vorschlag würde das Programm für drei Jahre erneuern, doch er enthält keine Haftungsbedingung. Stattdessen verlangt das Gesetz, dass die FBI monatliche Erklärungen für die Überprüfung von Informationen amerikanischer Bürger an einen Kontrollbeamten abgibt sowie Strafen für vorsätzliche Missbrauch, unter anderem.
Führungsprobleme und gescheiterte Abstimmungen
Zurück auf dem Capitol Hill ist ein weiterer Führungsfehlschlag bei der House GOP aufgefallen. Johnson, House Majority Leader Steve Scalise und House Majority Whip Tom Emmer verloren am Dienstag eine Abstimmung zu einem Arbeitsgesetz, das von Rep. Ashley Hinson (R-Iowa) vorgeschlagen wurde, die um die Senatswahl kandidiert. Dies war ein sehr peinigendes Ereignis, das vermeidbar gewesen wäre, je nachdem, wer man fragt.
Hinsons Gesetz würde die Definition von „gearbeitete Stunden“ so ändern, dass Ausbildung und Schulung nicht mehr darin enthalten wären. Es wird immer klarer, dass die aktuellen Prozesse der House GOP-Führung nicht für diese historisch schmale Mehrheit ausgelegt sind, und die meisten Mitglieder der Republikanischen Konferenz erkennen, dass sie ihre Arbeitsweise ändern müssen.
Mit weniger als zehn Monaten bis zur Wahl fühlen sich viele republikanische Abgeordnete wie Freiwillige, die bereit sind, ihre Führer zu ignorieren, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Doch auch die GOP-Führung trägt hier eine gewisse Schuld. Sie setzt weiterhin Gesetzesentwürfe auf den Tisch, die von ihren verwundbaren Mitgliedern abgelehnt werden.
Die Republikaner im House haben außerdem ein großes Präsenzproblem, das sie nicht zu lösen scheinen. All das wirft die Frage auf, was, wenn überhaupt, GOP-Abgeordnete in den nächsten Monaten erreichen können. Johnson traf auf Joint Base Andrews ein, um festzustellen, dass das US-Regierungsflugzeug, das er nach England nehmen sollte, technische Probleme hatte. Die Air Force bot an, eine andere Abgeordnetengruppe von ihrem Jet abzusagen, um den Speaker nach London zu fliegen, doch Johnson lehnte das Angebot ab und flog stattdessen Economy Plus von United Airlines von Dulles nach London-Heathrow.
Johnson hat offizielle Treffen in London anlässlich des 250. Jubiläums der USA und wird der erste Speaker des House sein, der vor dem britischen Parlament spricht. Dieses Ereignis unterstreicht die logistischen und Führungsprobleme, mit denen Johnson sowohl national als auch international konfrontiert ist.
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