NEU DELHI — Sam Altman, Chef von OpenAI, lobte während einer Keynote auf dem AI Impact Summit am Donnerstag die Fortschritte Indiens in der Künstlichen Intelligenz. Er betonte die Errungenschaften des Landes in der souveränen KI, der Infrastruktur und kleinen Sprachmodellen. Dies steht im Kontrast zu seiner Besichtigung im Jahr 2023, als er sagte, Indien sei nicht in der Lage, globale KI-Modelle zu entwickeln.

„Indien, die weltweit größte Demokratie, ist gut positioniert, um in der KI zu führen – nicht nur, um sie zu bauen, sondern um sie zu gestalten und zu entscheiden, wie unsere Zukunft aussehen wird“, sagte Altman dem Publikum.

Altman betonte die Dringlichkeit. Er prognostizierte, dass Superintelligenz innerhalb weniger Jahre auf dem aktuellen Weg eintreffen könnte. Bis Ende 2028 könnten Rechenzentren mehr intellektuelles Potenzial besitzen als menschliche Gehirne, sagte er. KI übertrifft bereits führende Wissenschaftler in der Forschung, und könnte in Schlüsselpositionen, wie beispielsweise bei CEOs, sogar noch besser sein als er selbst.

Die gesellschaftlichen Auswirkungen standen im Vordergrund seines Vortrags. KI verspricht rasches wirtschaftliches Wachstum. Doch sie wird auf großem Maßstab Arbeitsplätze verändern. „Technologie verändert immer Arbeitsplätze“, erkannte Altman. „Wir finden immer neue und bessere Dinge, die wir tun können.“ Die tägliche Arbeit werde sich verändern, sagte er, wobei jede Generation auf die vorherige aufbauen werde.

Um durch diese Veränderung zu navigieren, legte Altman drei Prioritäten fest. Erstens: KI-Zugang demokratisieren. Eine Zentralisierung in einem Unternehmen oder Land könnte katastrophal sein, warnte er. Zweitens: Gesellschaftliche Resilienz aufbauen. Drittens: KI schrittweise einführen. „Die Gesellschaft muss mit jeder neuen Ebene der KI-Fähigkeiten umgehen, Zeit haben, sie zu integrieren, zu verstehen und zu entscheiden, wie es weitergehen soll“, erklärte er.

Regulierung könne nicht aufgeschoben werden, betonte Altman. Er rief nach einer internationalen Organisation, die nach dem Vorbild des Internationalen Atomenergie-Verbands (IAEA) Sicherheitsmaßnahmen koordinieren könnte. „Wir können entweder Menschen stärken oder Macht konzentrieren“, sagte er.

Die Fortschritte Indiens beeindruckten ihn. Souveräne KI-Bemühungen ermöglichen es dem Land, seine eigene technologische Zukunft zu kontrollieren. Investitionen in Rechenzentren und Stromnetze treiben den Boom an. Kleine Sprachmodelle, die auf lokale Sprachen und Bedürfnisse abgestimmt sind, geben Indien einen Vorteil gegenüber riesigen westlichen Systemen.

Altman Optimismus steht im Kontrast zu seiner früheren Skepsis. Während seiner Reise nach Indien im Jahr 2023 fragte er sich, ob das Land in der KI-Forschung mithalten könne, obwohl es an Rechenkapazitäten und Fachkräften mangele. Sein Vortrag am Donnerstag signalisiert Vertrauen. Indische Führer, einschließlich Premierminister Narendra Modi, haben Milliarden in KI-Zentren und Chip-Produktion investiert, um aufzuholen.

Die Prognose für Superintelligenz erregte Aufmerksamkeit. Altman beschrieb sie als KI, die in allen Bereichen deutlich intelligenter als der Mensch sei. Rechenzentren, gefüllt mit Grafikprozessoren, würden bis 2028 biologische Intelligenz übertrumpfen, prognostizierte er. Die eigenen Modelle von OpenAI unterstützen bereits die Entwicklung von Medikamenten und das Schreiben von Code mit übermenschlicher Geschwindigkeit.

Arbeitslosigkeit sorgt weltweit für Sorge. Altman milderte die langfristige Besorgnis. Die Geschichte zeigt, dass Technologie mehr Arbeitsplätze schafft, als sie zerstört – von Fabriken bis zu Farmen und Büros. Dennoch fühlt sich der Tempo-Verlauf ungewöhnlich an. Regierungen eilen mit Umschulungsprogrammen und Pilotprojekten für eine universelle Grundversorgung.

Seine Sicherheitsvorschläge spiegeln globale Debatten wider. Das EU-KI-Gesetz legt Risikostufen fest. Die USA hinken bei Bundesregelungen hinterher. China eilt mit staatlichen Kontrollen vor. Eine IAEA-ähnliche Organisation könnte Lücken überbrücken, sagte Altman, indem sie Sicherheit überprüft und beste Praktiken teilt.

Indien sieht die Gelegenheit. Mit 1,4 Milliarden Menschen und einem boomenden Technologie-Sektor trainiert das Land jährlich Millionen in KI-Fähigkeiten. Startups in Bengaluru und Hyderabad entwickeln Anwendungen für Landwirtschaft, Gesundheit und Finanzen. Altman rief das Land auf, seine Chance zu nutzen, bevor Superintelligenz die Gewinner festlegt.

Der Summit zog Regierungsbeamte, CEOs und Forscher an. Altman’s Worte setzten den Ton. Während die KI beschleunigt, stehen Länder wie Indien vor einer Wahl: Führen oder folgen.