Maines demokratischer Senatskandidat Graham Platner hat am Mittwoch seine Kandidatur nach einem Vergewaltigungsvorwurf 2021 abgelehnt, berichten CNN und The Guardian; Platner wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie in einer Erklärung als „beunruhigend, ernst und falsch“. Sein Wahlkampf. Geleitet von Ben Chin. Hatte zuvor betont, dass die Wahl „nie um Graham, sondern um eine Bewegung von Arbeitnehmern ging, die sich zusammenschließen, um Macht zurückzugewinnen“.
Vorwürfe und Wahlkampf-Rückgang
Die Frau, die mit Platner liiert war, behauptete, er habe sie „betrunken gezwungen, Sex zu haben, obwohl sie ihm sagte, er solle aufhören“, berichtet The Guardian. Platner veröffentlichte am Mittwoch ein elf Minuten langes Video, in dem er die Vorwürfe zurückwies und das „korporative Mediensystem und die politische Elite“ kritisierte, übernahm aber keine Verantwortung für seine Handlungen, wie The Guardian und DIE ZEIT berichten. Der Wahlkampf muss nun einen neuen Kandidaten finden, um im November gegen die republikanische Senatorin Susan Collins anzutreten.
Die Vorwürfe folgten auf frühere Anschuldigungen von ehemaligen Partnern während Platners Primauskampagne. In den letzten Tagen kamen weitere ernste Behauptungen auf, darunter eine von einer ehemaligen Bekannten, die Politico gegenüber sagte, Platner habe Zugang zu ihrem Zuhause erlangt und sie vor etwa fünf Jahren vergewaltigt habe, wie DIE ZEIT berichtet. Platner hatte bereits wegen eines nazilichen Tattoos und online abgegebenen Beleidigungen gegen Frauen, Schwarze und ländliche weiße Wähler Kritik erfahren, wie 경향신문 berichtet.
Aufstieg eines disruptiven Kandidaten
Graham Platner, ein 41-jähriger Marineveteran und Austernbauer, gewann in der Senatswahl in Maine an Prominenz mit dem Slogan „Ende des Milliardär-Systems“ und „Arbeiterklasse-Politik“, wie 경향신문 berichtet. Er startete Mitte 2025 mit fast 1 % Zustimmung und erreichte bis März 2026 eine 33-Punkte-Führung vor der ehemaligen Gouverneurin Janet Mills, wie 시애틀코리안데일리 berichtet. Er führte über 60 Bürgerforen durch und baute eine Bewegung mit 15.000 Freiwilligen auf.
Mills zog sich am 30. April aus der Primauskampagne zurück, obwohl sie starke Unterstützung vom demokratischen Senatsführer Chuck Schumer und dem DSCC hatte, da sie an finanziellen Mitteln mangelte. Platner wurde de facto Kandidat und wird im November gegen Collins antreten, eine republikanische Amtsinhaberin mit sechs Amtsperioden. Der Senatssitz gilt als Schlüsselkampfplatz für die Demokraten, die versuchen, die Mehrheit zurückzugewinnen.
Weitere Auswirkungen auf die Zwischenwahlen
Platners Rücktritt bringt die Demokraten in eine prekäre Lage. Der Senat hat derzeit eine republikanische Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen, und jeder Sitz ist wichtig, um die Kontrolle zu gewinnen, wie The Guardian berichtet. Platners Kandidatur hatte die Anti-Trump-Stimmung befeuert und einen Kontrast zur traditionellen Politik geboten. Nun muss die Partei einen neuen Kandidaten finden, der die Bewegung weiterführt, ohne Schwung zu verlieren.
Platners Wahlkampf betonte Transparenz und demokratische Prozesse bei seiner Nachfolge, wie DIE ZEIT berichtet. „Der Prozess muss offen, transparent und demokratisch sein und den Willen seiner Unterstützer widerspiegeln“, sagte er im Video. Das Wahlkampfteam wird nun erwartet, von den Unterstützern Eingaben einzuholen, um die nächsten Schritte für die demokratische Partei in Maine zu bestimmen.
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