Drei wertvolle Gemälde – „Les Poissons“ von Pierre-Auguste Renoir, „Still Life with Cherries“ von Paul Cézanne und „Odalisque on the Terrace“ von Henri Matisse – wurden in einem schnellen Raub in der Magnani Rocca Foundation in der Nähe von Parma, Italien, gestohlen. Der Diebstahl geschah am 22. März. Laut italienischen Medienberichten drangen vier maskierte Männer in das Anwesen ein und stahlen die Kunstwerke innerhalb von drei Minuten.

Der Raub und die Flucht

Die Diebe drangen in das Villa dei Capolavori, ein historisches Gebäude im ländlichen Parma, ein und gelangten in den ersten Stock, wo die Gemälde ausgestellt waren. Sie umgingen die Sicherheitsvorkehrungen und nahmen die Kunstwerke mit, bevor sie vom Alarmsystem des Museums unterbrochen wurden — Laut dem regionalen öffentlich-rechtlichen Sender TGR flohen sie über einen Zaun.

Die Stiftung beschrieb die Täter als „strukturiert und organisiert“, was darauf hindeutet, dass der Raub vorab geplant wurde; Das Alarmsystem verhinderte, dass sie weitere Werke aus der privaten Sammlung stahlen, wie die Institution erklärte. Der Raub wurde erst am Sonntag öffentlich gemacht, obwohl der Diebstahl bereits fast eine Woche zuvor stattgefunden hatte.

Die gestohlenen Kunstwerke und ihr Wert

Renoirs „Les Poissons“. Die gestohlenen Werke haben einen geschätzten Gesamtwert von 9 Millionen Euro, wobei „Les Poissons“ allein 6 Millionen Euro wert ist — Dies macht den Diebstahl zu einem der bedeutendsten in Italien in den letzten Jahren. Das Ölgemälde entstand um 1917 und zählt zu den bekanntesten Werken der Impressionistischen Bewegung.

Cézannes „Still Life with Cherries“. Das Werk. Das um 1890 entstand. Ist eine seltene Beispiel der Post-Impressionistischen Künstlerin in Aquarell; Laut der Stiftung verwendete Cézanne Aquarell nur in den letzten Jahren seines Lebens. Das Gemälde ist eines von mehreren Kirschstillleben, das er schuf, doch die Verwendung von Aquarell erhöht seine Seltenheit und seinen Wert.

Matisse’s „Odalisque on the Terrace“, gemalt im Jahr 1922, zeigt zwei Figuren – eine, die in der Sonne liegt, und eine andere, die ein Violin hält. Das Werk ist für seine lebendigen Farben und den charakteristischen Stil des Künstlers in den 1920er Jahren bekannt.

Ermittlungen und vorherige Vorfälle

Die italienischen Behörden untersuchen den Diebstahl mit Unterstützung der Carabinieri und der Kulturbehörde in Bologna. Der Raub folgt einem berühmten Diebstahl im Oktober letzten Jahres im Louvre in Paris, bei dem wertvolle Schmuckstücke im Tageslicht gestohlen wurden. Der Vorfall im Louvre, bei dem eine Gruppe maskierter Diebe beteiligt war, zeigte, wie anfällig kulturelle Einrichtungen für organisierte Kriminalität sind.

Die Magnani Rocca Foundation wurde 1984 gegründet, nach dem Tod von Luigi Magnani, einem Komponisten und Kunstsammler, der in seinem Familienhaus eine private Sammlung anhäufte. Die Stiftung beherbergt heute eine bedeutende Sammlung europäischer Kunst, einschließlich Werke von bedeutenden Künstlern wie Renoir, Cézanne und Matisse.

Der Diebstahl wirft Bedenken über die Sicherheit privater Sammlungen und die zunehmende Häufigkeit von Kunstverbrechen auf. Behörden sagten, dass das Alarmsystem eine entscheidende Rolle dabei spielte, den Schaden zu begrenzen, doch die schnelle Ausführung des Raubs deutet darauf hin, dass die Täter gut über die Layout und Sicherheitsmaßnahmen des Museums informiert waren.

Die italienische Regierung hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert, doch wird der Diebstahl in den nächsten Wochen ein zentrales Thema für die Strafverfolgung sein. Die Kunstwerke sind wahrscheinlich Ziel internationaler Kunstverbrechen-Netzwerke, und ihre Rückkehr hängt von der Effektivität der italienischen Ermittlungsbehörden ab.

Experten warnen, dass der Diebstahl zu einem Anstieg der Nachfrage nach gestohlenen Kunstwerken auf dem Schwarzmarkt führen könnte. Der geschätzte Wert von 9 Millionen Euro macht die Gemälde äußerst wertvoll, und ihre Seltenheit erhöht ihren Wert. Die Stiftung arbeitet mit den Behörden zusammen, um Hinweise zu verfolgen und hofft auf eine sichere Rückkehr der Kunstwerke.

Behörden erwarten, in den nächsten Tagen weitere Details über die Ermittlungen zu veröffentlichen. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit von verbesserten Sicherheitsmaßnahmen in kulturellen Einrichtungen, insbesondere solchen, die private Sammlungen beherbergen.