Mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat eine Untersuchung zu zwei US-Beamten angeordnet, die bei einem Unfall in Chihuahua ums Leben kamen, berichtete BBC; Die Beamten starben gemeinsam mit zwei mexikanischen Kollegen bei einem Verkehrsunfall während einer Drogenbekämpfungsoperation im nördlichen Bundesstaat.
Details des Unfalls
Behörden in Chihuahua bestätigten. Dass die beiden US-Amerikaner und zwei Mitarbeiter der Staatskriminalpolizei (AEI) ums Leben kamen, als ihr Fahrzeug von der Straße abkam und in einen Abhang stürzte, wo es explodierte. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen, als sie von einer Operation zurückkehrten, bei der versteckte Labore zur Herstellung synthetischer Drogen zerstört wurden.
Der US-Botschafter in Mexiko, Ronald Johnson, identifizierte die beiden Amerikaner als „US-Botschaftsbeamte“. Der Staatsanwalt von Chihuahua, César Jáuregui, erklärte bei einer Pressekonferenz, die beiden seien „Instructor-Offiziere“ der US-Botschaft, die an „Schulungsarbeiten im Rahmen des allgemeinen und normalen Austauschs mit den US-Behörden“ beteiligt waren.
Jáuregui fügte hinzu, dass der Unfall während der Rückfahrt von einer Operation geschah, bei der mehrere versteckte Labore zur Herstellung synthetischer Drogen zerstört wurden. Er betonte, die beiden US-Beamten seien an „Grundschulungsarbeiten“ beteiligt gewesen, die etwa acht bis neun Stunden Fahrt von dem Ort entfernt waren, an dem die Drogenlabore zerstört wurden.
Juristische und diplomatische Bedenken
Sheinbaum betonte, dass ausländische Beamte nur auf mexikanischem Boden tätig sein dürfen, wenn sie zuvor auf Bundesebene genehmigt wurden. Sie erklärte, weder sie noch führende Mitglieder der Bundesicherheitsbehörde seien über gemeinsame US-Mexikanische Operationen informiert worden.
Sheinbaum stand unter Druck von ihrem US-Gegenpart, Donald Trump, der sie aufforderte, mehr zu tun, um den Drogenfluss aus Mexiko in die USA zu stoppen. Sie betonte jedoch, dass Mexikos „Souveränität“ nicht verletzt werden dürfe. Sie erklärte: „Wir hatten keine Kenntnis von irgendeinem direkten Zusammenarbeit zwischen Chihuahua und Personal der US-Botschaft.“
Sheinbaum fügte hinzu, dass die Regierung „die Umstände verstehen muss, unter denen dies geschah, und dann die rechtlichen Auswirkungen beurteilen muss.“ Behörden ihrer Regierung haben sowohl die US-Botschaft als auch die Behörden von Chihuahua um Informationen gebeten, um zu klären, ob die Operation mexikanisches Sicherheitsrecht verletzt haben könnte, das keine gemeinsamen Operationen ohne vorherige Genehmigung auf Bundesebene erlaubt.
Sheinbaum betonte, dass ihre Regierung mit den USA zusammenarbeitet, einschließlich Informationsaustauschs, aber „es gibt keine gemeinsamen Operationen auf Land oder in der Luft.“ Der BBC wurden die CIA um Kommentare zu dem Vorfall kontaktiert.
Historischer Kontext der US-Mexiko-Intelligenzkooperation
Vor einem Jahr fand eine Reuters-Untersuchung heraus, dass die CIA seit Jahren geheime Operationen in Mexiko durchführt, um die wichtigsten Drogenkartelle des Landes zu verfolgen. Die Agentur arbeitete auch eng mit speziellen Drogenjagd-Einheiten innerhalb der mexikanischen Streitkräfte zusammen.
Unter Zustimmung der mexikanischen Regierung hat die CIA ausgewählten mexikanischen Einheiten Schulungen, Ausrüstung und finanzielle Unterstützung für Operationen, einschließlich Reisekosten, bereitgestellt. Laut Reuters sind mindestens zwei CIA-genehmigte militärische Einheiten derzeit aktiv, darunter die mexikanische Armee-Gruppe, die Ovidio Guzmán-López gefangen nahm, und eine spezialisierte mexikanische Marine-Intelligenz-Einheit.
Der Unfall hat Fragen zur Ausdehnung der US-Beteiligung an mexikanischen Drogenbekämpfungsmaßnahmen und den rechtlichen Grenzen solcher Operationen aufgeworfen. Während die Untersuchung weitergeht, wird die Rolle der US-Beamten, die bei dem Unfall umkamen, weiterhin unter die Lupe genommen.
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