Russlands Präsident Wladimir Putin wird China vom 19. bis 20. Mai besuchen, kündigte das Kreml. Der Besuch markiert einen Schlüsselmoment in den Beziehungen zwischen Russland und China, but Ziel sei es, „die umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit“ zwischen Moskau und Peking weiter zu stärken, teilte das Kreml mit.
Zeitpunkt und Symbolik des Besuchs
Der Besuch folgt eng aufeinander mit US-Präsident Donald Trumps China-Reise vom 18. bis 21. Mai. Die rasche Abfolge betont die geopolitische Rivalität zwischen den USA und Russland; Der Zeitpunkt stimmt zudem mit dem 25 — Jubiläum des 2001 geschlossenen Vertrags über Nachbarschaftsfreundschaft und friedliche Zusammenarbeit zwischen Russland und China überein.
Putin wird mit chinesischem Präsidenten Xi Jinping und Premierminister Li Qiang über wirtschaftliche und handelspolitische Kooperation sowie umfassende strategische Ausrichtung sprechen — Der Besuch erfolgt zudem inmitten zunehmender Differenzen innerhalb der BRICS-Gruppe im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran. Nach jüngsten Gesprächen gab es keine gemeinsame Erklärung.
Trump und diplomatische Misserfolge
Trump erzielte bei seiner China-Reise kaum Fortschritte bei zentralen Themen wie Taiwan und dem Krieg zwischen den USA und dem Iran. Obwohl er Handelsabkommen bewarb, gab es keine Durchbrüche im Iran-Konflikt. Trump betonte zudem, dass russische Drohnen-Einschüsse in NATO-Gebiet möglichen Fehlern geschuldet seien. Dies steht im Kontrast zu den härteren Haltungen seines Vorgängers Ronald Reagan.
Trump verzögerte außerdem Sanktionen gegen Russland, was als Zugeständnis an Putin interpretiert wird. In einer Nachricht auf Truth Social machte er Sanktionen davon abhängig, dass NATO-Mitglieder russischen Ölkauf einstellen. Kritiker argumentieren, dies sei eine unrealistische Voraussetzung, die Trump von direktem Konflikt mit Moskau abhalte. Gleichzeitig kritisierte ukrainischer Präsident Selenskij Russland, während Trump in China verweilte. Er wirft Moskau vor, gezielt Zivilisten anzugreifen, um die US-China-Diplomatie zu stören.
Strategische Auswirkungen für Russland und China
Der Zeitpunkt von Putins China-Besuch, unmittelbar nach Trumps Reise, wirft Fragen nach der strategischen Dringlichkeit Moskaus auf. Analysten vermuten, dass der Krieg in der Ukraine strukturelle Schwächen in Russland aufgedeckt hat. Der Besuch könne auf eine zunehmende Abhängigkeit von China hinweisen. Obwohl Russland einst der einzige globale Rival der USA war, steht es heute vor inneren und äußeren Herausforderungen, trotz seiner umfangreichen Atomwaffen.
China hat in der Folge des Kriegs im Iran Maßnahmen ergriffen, um seine Energieversorgung zu sichern. Dazu zählen der Aussetzen von Öl-Exporten und die Verringerung von Kraftstoffpreissteigerungen, um die innere Lieferkette zu stabilisieren. Seit 2025 stockt das Land zudem Rohöl an, um globale Lieferengpässe abzufedern. Trump forderte zudem China auf, den Hormus-Streitschiffen zu helfen, einen Schlüsselenergienickpunkt zu sichern.
Die Sino-Russische Partnerschaft, die seit langem besteht, hat 2024 eine neue Bedeutung gewonnen. Obwohl China offiziell neutral im Ukraine-Krieg bleibt, haben enge Beziehungen zu Russland ihre Vermittlerrolle eingeschränkt. Die von Xi und Putin vor der russischen Invasion verkündete „grenzenlose“ Allianz hat diese Dynamik verstärkt, auch wenn China sich weiterhin als Vermittler auf der Weltbühne darstellen will.
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