Drei libanesische Journalisten wurden am Samstag bei einem gezielten israelischen Angriff im Süden des Landes getötet, wie ihre Arbeitgeber berichteten. Ali Shoeib. Ein Reporter für das zu Hezbollah gehörende Fernsehsender Al Manar, wurde in der Stadt Jezzine gemeinsam mit Reporterin Fatima Ftouni und Kameramann Mohamed Ftouni vom Sender Al Mayadeen getötet, wie die Sender berichteten. Der Angriff traf den Wagen der Journalisten kurz vor Mittag当地时间 (10:00 Uhr GMT).

Die Antwort der IDF und ihre Aussagen

Die israelische Streitkräfte (IDF) bestätigten, dass Shoeib getötet wurde, und bezeichneten ihn als ‘Terroristen’ aus der Eliteeinheit Radwan der von Iran unterstützten Gruppe Hezbollah, der er ‘jahrelang unter dem Deckmantel eines Journalisten operiert’ habe. Die IDF erklärte. Er habe sich ‘die Positionen israelischer Soldaten in Südlibanon und entlang der Grenze ausgemacht’ und während des aktuellen Krieges seine Position genutzt, um ‘Propagandamaterialien der Hezbollah zu verbreiten.’.

Die IDF äußerte sich nicht zu den Todesfällen von Fatima oder Mohamed Ftouni; Dies ist der zweite Fall, in dem Israel beschuldigt wird, Journalisten in Libanon zu attackieren, seit der US-Israel-Krieg gegen Iran vor einem Monat begonnen hat. Am 18. März berichtete Al Manar. Dass sein Moderator Mohammad Sherri und seine Frau bei einem israelischen Angriff in Beirut während ihres Schlafs getötet wurden.

Libanesische Führer verurteilen den Angriff

Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete den Angriff als ‘offensichtlichen Verbrechen’, der die ‘grundsätzlichsten Regeln’ des internationalen Rechts verletze, indem Reporter, die letztendlich Zivilisten sind, die ihre berufliche Pflicht erfüllen, als Ziel genommen wurden. Premierminister Nawaf Salam verurteilte den Angriff ebenfalls in einer Erklärung auf X und bezeichnete ihn als ‘offensichtliche Verletzung des humanitären Völkerrechts und eine klare Verletzung der Regeln, die den Schutz von Journalisten in Kriegszeiten garantieren.’

Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden bislang mehr als 1.100 Zivilisten, darunter 120 Kinder und 42 Sanitäter, im Konflikt getötet. Mehr als eine Million Menschen wurden ebenfalls vertrieben, was die bestehende humanitäre Krise im Land verschärft.

Sorgen über Taktiken in Libanon

Viele in Libanon sind besorgt, dass Israel ähnliche Taktiken anwendet, wie es ihm vorgeworfen wird, in Gaza – einschließlich der gezielten Angriffe auf Zivilisten, Journalisten und Sanitäter, was Israel bestreitet. Israel und Hezbollah hatten im November 2024 einen Waffenstillstand vereinbart, gemäß dem beide Seiten ihre Positionen im Süden verlassen sollten.

Es gab Fortschritte, doch nur teilweise. Israel behielt mehrere militärische Stellungen im Süden und setzte weiterhin Angriffe auf was es als Ziele der Hezbollah bezeichnete, wobei es die Gruppe beschuldigte, sich neu zu bewaffnen und ihre Präsenz wieder aufzubauen. Nach dem Tod des iranischen Obersten Führers am Anfang des aktuellen Konflikts feuerte Hezbollah Raketen in den Norden Israels als Vergeltung – sowohl für seinen Tod als auch für israelische Angriffe seit dem Waffenstillstand.

Seither hat Israel seine Operationen in der Region verstärkt, wobei es sagte, sein Ziel sei es, die Gemeinschaften im Norden Israels vor Angriffen durch Hezbollah-Milizionäre zu schützen. Al Jazeera’s Obaida Hitto, der aus Tyre im Süden Libans berichtet, sagte: ‘Alle Journalisten, mit denen ich heute spreche, sagen, dass sie einfach ihre Arbeit machten, und die Journalisten, die noch hier sind, werden ihre Arbeit weiterhin ausführen, ungeachtet der offensichtlichen Gefahren.’

Verluste bei Al Mayadeen

Für Fatima Ftouni hatte der Krieg bereits nahe gegangen. Vor kurzem wurden ihr Onkel und seine Familie bei einem israelischen Angriff getötet, einen Verlust, den sie lebendig im Fernsehen berichtete. Al Mayadeen hat seit Beginn der Feindseligkeiten bereits sechs Journalisten verloren. Farah Omar, Rabih Me’mari, Ghassan Najjar und Mohammad Reda wurden bei früheren Angriffen getötet.

Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden seit dem 2. März 1.142 Menschen bei israelischen Angriffen getötet und mehr als 3.300 verletzt, während der sich schnell ausweitende regionale Konflikt inzwischen in den zweiten Monat eingetreten ist. Israelische Truppen haben sich weiter in den Süden vorgearbeitet und sich der Grenze nähern.

Der Tod dieser drei Journalisten hat bei internationalen Beobachtern und Menschenrechtsgruppen erneut Sorge ausgelöst. Die Vereinten Nationen haben eine unabhängige Untersuchung zu dem Vorfall gefordert, wobei sie die Notwendigkeit von Verantwortung und Einhaltung des internationalen Rechts hervorheben. Der Angriff hat auch Fragen zur Sicherheit von Journalisten in Konfliktzonen und zu den Maßnahmen, die ergriffen werden, um sie zu schützen, aufgeworfen.

Da sich die Situation in Libanon weiter entwickelt, beobachtet die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen genau. Die bevorstehende Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wird erwartet, um die wachsenden Bedenken bezüglich der Angriffe auf Zivilisten und Journalisten in der Region anzusprechen. Das Ergebnis dieser Diskussionen könnte erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft des Konflikts und den Schutz von Zivilisten in Kriegsgebieten haben.

Angesichts der steigenden Opferzahlen und der sich verschärfenden humanitären Krise hat sich die Notwendigkeit eines Waffenstillstands und einer diplomatischen Lösung des Konflikts dringlicher gestaltet. Die internationale Gemeinschaft drängt alle Beteiligten, den Schutz der Zivilbevölkerung zu priorisieren und sich dem internationalen humanitären Recht zu unterwerfen.