Qualm steigt über den Wolkenkratzern Teherans, nachdem die USA am Samstag militärische Angriffe im Iran unter dem Codenamen ‘Operation Epic Fury’ gestartet haben. Laut einem US-Offiziellen begann die Operation um 1 Uhr morgens Ortszeit mit einer Salve von Tomahawk-Kruise-Missilen und Luftwaffenwaffen, die von US-Luftwaffen- und Marinejets abgefeuert wurden. Kurz nach 4 Uhr morgens erklärte Trump in einem kurzen Telefoninterview, dass das primäre Ziel seiner Operation die ‘Freiheit’ für das iranische Volk sei. Er betonte, dass er ein ‘sicheres Land’ für die USA wolle.
Operation Epic Fury und erste Reaktionen
Die US-Militäroperation gegen den Iran, die vom Trump-Regime als ‘Operation Epic Fury’ bezeichnet wird, wurde von schnellen Gegenangriffen des Irans begleitet. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irans wurden mehrere US-Militärstützpunkte angegriffen, darunter der Unterstützungsstützpunkt für die 5. Flotte in Bahrain. Laut dem anonymen US-Offiziellen, der die Information gab, seien keine US-Militärangehörigen verletzt worden.
Laut Berichten startete auch Israel am Samstag Angriffe auf den Iran, was auf eine breitere regionale Beteiligung an dem Konflikt hindeutet. Der US-Offizielle bestätigte, dass die Operation weitergeht, gab jedoch keine weiteren Details zur Ausdehnung oder Opferzahlen bekannt.
Trump’s Begründung und Erbe
In einer aufgezeichneten Videoaussage, die um 2:30 Uhr morgens veröffentlicht wurde, erklärte Trump die Begründung für die militärische Aktion. Er sagte, das Ziel sei, ‘die amerikanische Bevölkerung zu schützen, indem unmittelbare Bedrohungen aus dem iranischen Regime beseitigt werden.’ Er beschuldigte den Iran einer Reihe von Vergehen, darunter Bemühungen, eine Atomwaffe zu entwickeln, Straßenbombe, und eine Kampagne von ‘Massenterror’ gegen die USA über 47 Jahre.
Trump verwies auf historische Vorfälle mit dem Iran, einschließlich der Geiselkrise 1979 und der Bombenanschläge auf US-Marine-Barracks in Beirut 1983. Er behauptete, dass der Iran ‘wahrscheinlich beteiligt’ gewesen sei an dem 2000er Anschlag der al-Qaida auf den USS Cole in Jemen. In dem Video betonte Trump, dass er ‘die Armee aufgebaut und wieder aufgebaut hat’ und dass sie ‘keine Armee auf der Erde in ihrer Macht, Stärke oder Sophistizierung annähernd erreicht.’
Trump, der von seinem Zuhause in Palm Beach, Florida, Mar-a-Lago aus sprach, erklärte, dass er bereit sei, ‘etwas zu tun, was kein anderer Präsident bereit war’, um dem iranischen Volk zu helfen, ‘die Kontrolle über ihr Schicksal’ mit US-Unterstützung zu übernehmen. Er rief die Iraner auf, ‘Ihre Regierung zu übernehmen’, und nannte dies ‘wahrscheinlich Ihre einzige Chance für Generationen.’
Trump erkannte die Risiken an, sagte jedoch, dass ‘die Leben mutiger amerikanischer Helden verloren gehen könnten und wir Verluste haben könnten’, und argumentierte, dass die Mission ‘edel’ sei und für die ‘Zukunft’ sei.
Widersprüche und Entwicklung der Politik
Trump’s Haltung zur US-Beteiligung im Nahen Osten hat sich im Laufe der Zeit verändert. Er unterstützte ursprünglich den Irak-Krieg in den frühen 2000er Jahren, kritisierte ihn später jedoch als ‘schrecklichen Fehler’. Sein politisches Profil baute er auf einer Plattform ‘America First’ auf, die Auslandsabenteuer ablehnte und versprach, ‘Endlose Kriege zu beenden und zum Frieden im Nahen Osten zurückzukehren.’
In seiner Siegesrede am Wahlabend im November 2024 betonte Trump den Erfolg seiner Regierung, die ‘Islamischen Staat in Rekordzeit’ zu besiegen, ohne einen neuen Krieg zu beginnen. ‘Sie sagten, er wird einen Krieg beginnen. Ich werde keinen Krieg beginnen. Ich werde Kriege beenden,’ sagte er.
Vizepräsident JD Vance, der Donnerstag in einem Interview mit der Washington Post sagte, versicherte, dass eine von Trump initiierte Operation im Iran nicht zu einer langfristigen US-Beteiligung im Nahen Osten führen werde. ‘Die Idee, dass wir Jahre lang in einem Nahostkrieg stecken würden, ohne ein Ende in Sicht – es gibt keine Chance, dass das passiert,’ sagte Vance.
Allerdings haben Experten für Außenpolitik gewarnt, dass ein breiterer Konflikt mit dem Iran die USA in einen langfristigen Krieg ziehen könnte, anders als die begrenzten Angriffe auf iranische Atomstandorte im Juni. Das Risiko einer Eskalation bleibt hoch, da beide Seiten ihre militärischen Operationen fortsetzen.
Trump’s Erklärung, ‘Freiheit’ als Ziel der Operation zu sehen, hat Debatten über die realen Auswirkungen auf gewöhnliche Amerikaner und Iraner ausgelöst. Der Konflikt könnte zu wirtschaftlicher Instabilität, erhöhten Sicherheitsrisiken und weiteren regionalen Spannungen führen. Während sich die Situation weiterentwickelt, beobachtet die Welt aufmerksam, ob es Zeichen für eine Entspannung oder weitere militärische Aktionen gibt.
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