Präsident Donald Trump versprach während des Shield of the Americas Summit, Kuba ‘zu regeln’. Der Gipfel fand in Miami, Florida, mit Vertretern aus 13 Ländern, darunter Argentinien, Bolivien, Chile und Venezuela, statt. Die Teilnehmer diskutierten regionale Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Trump zu Kuba

Trump sagte den anwesenden Führern: ‘Viele von Ihnen haben gereist und sagen, ‚Ich wünschte, Sie könnten Kuba regeln.‘ Weil Sie Probleme mit Kuba haben, oder?‘ Er fügte hinzu: ‘Ich war überrascht, aber vier von Ihnen sagten tatsächlich: ‚Könnten Sie Amerika einen Gefallen tun? Regeln Sie Kuba.‘ Ich werde es regeln, okay?‘ Seine Äußerungen fanden Beifall.

Diese Äußerungen folgen auf wachsende Spannungen zwischen den USA und Kuba, wobei viele Kubaner in den USA eine Veränderung der US-Politik gegenüber dem kommunistischen Land hoffen. Die Trump-Regierung hat bereits ein US-Ölverbot gegen Venezuela gelockert, was den Ölexport nach Kuba ermöglicht. Laut der Associated Press leiden Millionen Venezolaner unter Stromausfällen und Mangel.

US-Einfluss in Lateinamerika

Trump lobte auch die stellvertretende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, für ihre Zusammenarbeit mit den USA. ‘Sie macht eine großartige Arbeit, weil sie mit uns Schritt hält. Wenn sie nicht mit uns Schritt hält, würde ich nicht sagen, dass sie eine großartige Arbeit macht. Tatsächlich, wenn sie nicht mit uns Schritt hält, würde ich sagen, sie macht eine sehr durchschnittliche Arbeit, unakzeptabel. Aber sie macht eine großartige Arbeit,’ sagte Trump.

Er hob den positiven wirtschaftlichen Effekt der US-Ölexporte und zukünftiger Gold- und Mineralhandelsabkommen für Venezuela hervor. ‘Dank der US-Hilfe sieht das wirtschaftliche Bild Venezuelas deutlich besser aus,’ sagte Trump und deutete an, dass die Veränderung im Regime Maduros als Vorbild für andere Länder dienen könnte.

Seit der Verhaftung und Festnahme des venezuelanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar gab es in den USA Forderungen, Maßnahmen zu unterstützen, um den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel abzusetzen. Trumps Äußerungen auf dem Gipfel zeigen, dass die US-Außenpolitik möglicherweise mit diesen Haltungen übereinstimmt.

Was kommt als nächstes für die US-Kuba-Beziehungen?

Die USA haben ihre Beteiligung in Lateinamerika schrittweise gesteigert, wobei Trumps Regierung sich auf den Kampf gegen Drogenkartelle und die Stärkung wirtschaftlicher Beziehungen mit Ländern wie Venezuela konzentriert. Die Lockerung des Ölverbots gegenüber Venezuela ermöglichte mehr Ölexport nach Kuba, was möglicherweise einige der wirtschaftlichen Druck auf die Inselnation verringern könnte.

Analysten vermuten, dass Trumps Äußerungen zu Kuba einen breiteren Kurswechsel in der US-Außenpolitik signalisieren könnten, obwohl es noch unklar ist, wie sich dies in konkrete Maßnahmen übersetzen wird. Der Gipfel bot Trump die Gelegenheit, die US-Verpflichtungen gegenüber regionaler Sicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit zu bestätigen, während er gleichzeitig innenpolitische Bedenken bezüglich der politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen Kubas ansprach.

Mit der weiteren Fokussierung der Trump-Regierung auf Lateinamerika könnten die Beziehungen zwischen den USA und Kuba weitere Entwicklungen erfahren, insbesondere wenn es zu einer Veränderung der Führung in einem der Länder kommt. Die Diskussionen auf dem Gipfel über regionale Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit könnten auch zukünftige US-Politik in der Region beeinflussen.