Der staatliche Nachrichtendienst Tasnim berichtete am 31. Mai, dass Teheran einen neuen Gegenentwurf an die USA übermitteln will. Präsident Donald Trump hatte zuvor striktere Bedingungen für die Entsorgung von nuklearem Material und die Wiedereröffnung des Hormus-Straßenkanals gefordert. Die Trump-Regierung sandte einen Entwurf eines Abkommens erneut an Iran, bestand aber auf härtere Konditionen, insbesondere im Hinblick auf hochangereichertes Uran (HEU).

Stau in den Ceasefire-Verhandlungen

Laut Fox News betonte Präsident Trump, ein Abkommen mit Iran werde „langsam, aber sicher“ erreicht. Er warnte zudem: „Wir werden entweder einen großartigen Deal bekommen oder militärisch beenden.“ Der US-Zentralkommando meldete am Montag, dass die Streitkräfte Angriffe aus iranischen Drohnen, Raketen und bewaffneten Booten erfolgreich abgewehrt hätten, während zwei US-Flaggschiffe den Hormus-Straßenkanal passierten.

Wirtschaftliche und geopolitische Folgen

Die gestiegenen Spannungen zwischen USA und Iran erhöhen die Nachfrage nach dem Dollar als sichere Währung. Der Dollarindex (DXY) stieg um 0,07 % nach den Berichten über die Angriffe. Gleichzeitig sind die Gewinne im Dollar begrenzt, da Rohölpreise um 3 % fielen, was Inflationsvorstellungen dämpfte und die US-Notenbank zu einer zurückhaltenderen Geldpolitik veranlassen könnte. Die US-Wirtschaftsdaten waren gemischt: Die Verkäufe neuer Häuser im März stiegen um 7,4 % auf 682.000 Einheiten, was stärker als erwartet war. Der April-ISM-Dienstleistungsindex sank leicht von 53,7 auf 53,6.

Regionale Spannungen und geopolitische Unsicherheit

Die Spannungen breiteten sich auch nach Libanon aus, wo israelische Luftangriffe Bedenken über die Stabilität des Waffenstillstands auslösten. Iran warnte, dass der kürzliche Waffenstillstand aufgrund anhaltender Konflikte zusammenbrechen könnte. In einer Nachricht auf Truth Social forderte Trump Iran auf, seine „hochbezahlten PROXIES in Libanon davon abzuhalten, Unruhe zu stiften“, und drohte bei Bedarf mit „härteren“ Angriffen.

Der Kryptomarkt wurde ebenfalls beeinflusst. Bitcoin (BTC) zeigte erhöhte Volatilität, wobei Trader globale Unsicherheit als Grund nannten. Trader Lennaert Snyder kommentierte auf X, dass die BTC-Preissteigerungen „verdächtig“ seien, und prophezeite einen möglichen Kurs von 66.000 Dollar. Eine Analyse von Binance zeigte aggressive Short-Selling-Aktivitäten an den Spot-Märkten, obwohl die Kursentwicklung hauptsächlich von Derivaten getrieben wurde.