Die US-Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Olympiasportler David Hearn wegen Schäden am Reflecting Pool in Washington DC abgebrochen, Laut der DOJ war die Schadensursache ein fehlerhafter Einbau durch einen Auftragnehmer, nicht Vandalismus.
Installation als Ursache der Schäden
Die Schäden am Reflecting Pool entstanden bei einem Event im Jahr 2021, an dem Hearn beteiligt war — Der Pool ist Teil des Lincoln Memorial Komplexes und zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen im National Mall.
Dies führte dazu, dass die DOJ ihre Haltung überdachte und die Ermittlungen einstellte. Die Ermittlungen ergaben, dass der Auftragnehmer fehlerhafte Methoden angewandt hatte.
Keine Strafen mehr für Hearn
Hearn, der kanadische Olympiasportler, hätte bei Verurteilung Geldstrafen und ein strafrechtliches Vorstrafenrisiko getragen. Mit der Einstellung der Ermittlungen entfallen diese Konsequenzen. Hearn kann nun auf weitere rechtliche Schritte verzichten.
Rechtsexperten betonen, dass die Entscheidung der DOJ zeigt, wie wichtig gründliche Ermittlungen in Fällen öffentlicher Infrastruktur sind. Die Behörde betonte, dass sie ihre Entscheidung auf der Grundlage einer “sorgfältigen Prüfung aller verfügbaren Fakten” traf.
Auftragnehmer unter Beobachtung
Die DOJ hat nicht ausgeschlossen, Ermittlungen gegen den Auftragnehmer wegen des fehlerhaften Einbaus zu führen. Bisher wurden keine Schritte eingeleitet, doch die Behörde wird die Situation weiter beobachten.
Hearn zeigte sich erleichtert über die Entscheidung. In einer Erklärung sagte er, er sei “freudig, dass die Wahrheit ans Licht kam”. Er bedankte sich auch bei seinem Rechtsanwaltsteam für die Unterstützung während des Verfahrens.
Nach dem Vorfall war der Reflecting Pool mehrere Monate lang geschlossen, um Reparaturen durchzuführen. Die National Park Service hat die genauen Kosten der Reparaturen nicht bekannt gegeben, doch die Schäden waren umfangreich und erforderten spezialisierte Arbeiten.
Die Öffentlichkeit reagierte gemischt auf die Einstellung der Ermittlungen. Einige lobten die DOJ für ihre Bereitschaft, das Verfahren aufgrund neuer Erkenntnisse neu zu bewerten. Andere fragten, ob der Auftragnehmer zur Rechenschaft gezogen werden sollte.
Bislang wurden keine formellen Anklagen gegen den Auftragnehmer erhoben. Die DOJ hat keinen Zeitplan für mögliche Maßnahmen genannt, betonte aber, dass sie den Fall weiterhin prüft.
Hearn, der an mehreren Olympischen Spielen teilgenommen hat, hat sich nicht weiter zu dem Fall geäußert. Sein Rechtsanwaltsteam sagte, es sei mit dem Ergebnis zufrieden und werde keine weiteren rechtlichen Schritte einleiten.
Der Reflecting Pool wird in den nächsten Monaten vollständig restauriert. Der National Park Service hat zwar noch keinen genauen Wiedereröffnungsdatum genannt, aber versichert, dass die Arbeiten gut voranschreiten.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts