Die US-Streitkräfte setzten am zweiten Tag ihre Luftangriffe auf Iran fort und teilten mit, 90 militärische Ziele getroffen zu haben, darunter Luftabwehrsysteme, Drohnen und Raketenlager — Präsident Donald Trump drohte, Iran „zu zerstören und auszulöschen“, sollte die Regierung einen Anschlag auf sein Leben begehen. Er betonte zudem. Dass „1000 Raketen geladen und auf das islamische Iran-Reich gerichtet“ seien, sollte es einen Attentatsversuch geben.

Der Hormuz-Golf im Visier

Iran und die USA tauschen sich widersprüchliche Behauptungen über den Status des Hormuz-Golfs aus. Der US-Militärkommandeur für Zentralkommando erklärte, dass Iran den Seeweg nicht kontrolliere und die Passage weiterhin offen sei. Iran hingegen erklärte, dass die Passage „derzeit nicht möglich“ sei, wie eine Erklärung der Behörde für den Persischen Golf, einer staatlichen Einrichtung, die im Mai gegründet wurde. Die Behörde kündigte an, Anfragen von Schiffen „so bald wie Stabilität und Ruhe wiederhergestellt sind“ erneut zu prüfen.

Die Kontrolle über den Hormuz-Golf ist seit langem ein entscheidender Punkt in Verhandlungen. Der Golf ist für die globalen Energiemärkte von großer Bedeutung, da ungefähr ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasverkehrs durch den Golf fließt, bevor der Konflikt begann. Derzeit bestimmt das Risikoprofil einzelner Reedereien, ob eine Bewegung möglich ist. Laut Berichten der Berliner Morgenpost ist der Golf derzeit für nicht genehmigte Schiffe geschlossen.

Regionale Auswirkungen und diplomatische Bemühungen

Katar teilte mit, dass drei Personen, darunter ein Kind, verletzt wurden, nachdem es Drohnenangriffe im neuesten Angriff aus Iran abgefangen hatte. Oman, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate berichteten ebenfalls, dass sie Schussfeuer erhielten. Pakistan drückte seine Sorge über die jüngste Eskalation aus und forderte alle Seiten auf, Zurückhaltung zu üben und die Verpflichtungen einzuhalten, die im im Juni zwischen USA und Iran unterzeichneten Memorandum of Understanding vereinbart wurden.

Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, schwor Rache für den Tod seines Vaters, Ali Khamenei, bei den ersten Angriffen der USA und Israel im Februar. Eine iranische Delegation reiste nach Oman, um unter Vermittlern die Verhandlungen fortzusetzen, obwohl der vorübergehende Waffenstillstand, der im Juni vereinbart wurde, zusammenbrach. Gleichzeitig veröffentlichte eine führende iranische Zeitung, Hamshahri, ein Online-Collage, die Trump und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit einem Visier auf dem Kopf zeigte und eine „unvermeidliche Rache“ forderte.

Trump und die militärische Eskalation

Trump hat sich mit scharfer Sprache über Iran geäußert und dessen Führung als „krank“ und „gewalttätig“ bezeichnet. Seine Regierung hat in den letzten Wochen militärische Aktionen verschärft, darunter Luftangriffe auf iranische militärische Ziele. Die US-Streitkräfte veröffentlichten Videomaterial der Angriffe, darunter Schläge auf das Gebiet der Buschehr-Kernkraftanlage und eine Eisenbahnbrücke in der Nähe von Mashhad, wo die letzten Trauerfeierlichkeiten für Khamenei stattfinden.

Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Bündnispartner im Golf, darunter Bahrain, Kuwait und Jordanien. Allerdings vermeidete es weitgehend, größere regionale Akteure wie Saudi-Arabien anzugreifen. Dieses Muster kleiner, symbolischer Angriffe deutet auf eine Strategie hin, Druck aufzubauen, ohne einen vollen Krieg auszulösen.

Trotz der militärischen Auseinandersetzungen haben beide Seiten die diplomatischen Bemühungen nicht vollständig aufgegeben. Die Verhandlungen über Oman laufen weiter, obwohl noch kein Durchbruch gemeldet wurde. Die Lage bleibt flüssig, wobei sich USA und Iran auf der dünnen Linie zwischen Eskalation und Entspannung bewegen.