Stephen Doughty. Ein britischer Außenminister. Sagte dem Unterhaus, dass das Abkommen mit Mauritius ursprünglich eng mit den USA abgestimmt wurde, doch Donald Trumps Position ‘scheint sich geändert zu haben’. Die britische Regierung musste ihre Gesetzgebung zur Übertragung der Chagos-Inseln an Mauritius nach dem Rückzug der US-Unterstützung zurückstellen.
Amerikanischer Rückzug verursacht rechtliche und politische Blockade
Im Rahmen des Abkommens sollte das Vereinigte Königreich die Souveränität der Chagos-Inseln an Mauritius übertragen und die Insel Diego Garcia, auf der ein gemeinsames britisch-amerikanisches Militärstützpunkt liegt, für 99 Jahre weiter nutzen. Doughty sagte, Trump habe das Abkommen ursprünglich als ‘sehr stark und mächtig’ beschrieben und fügte hinzu, dass das Dokument ‘auf allen Ebenen des amerikanischen Systems unter zwei Regierungen gründlich geprüft und als zuverlässig befunden wurde.’
Da die US-Unterstützung jedoch zurückgezogen wurde, sagte Doughty, sei es unmöglich, eine Aktualisierung des 1966 zwischen Großbritannien und den USA geschlossenen Abkommens, der sogenannten ‘Notenwechsel’, über die militärische Nutzung der britischen Indischen Ozean-Territorien zu vereinbaren. Er erklärte den Abgeordneten, dass die Aktualisierung des 1966er-Abkommens notwendig sei, um das Abkommen zu ratifizieren, und fügte hinzu, dass ‘der Gesetzentwurf zu Diego Garcia daher in dieser parlamentarischen Sitzung nicht vollendet werden kann und aufgrund seiner Fortschritte im Parlament nicht in die nächste Sitzung übertragen werden kann.’
UK bleibt an militärischen Operationen fest
Er fügte hinzu: ‘Die Regierung bleibt dennoch überzeugt, dass das Abkommen zu Diego Garcia der beste Weg ist, um die volle Funktion des Militärstützpunkts für zukünftige Generationen, für uns und unsere Verbündeten zu schützen.’ Der Rückschlag bei der britischen Initiative, die Chagos-Inseln an Mauritius zu übertragen, ist ein Zeichen für die verschlechterten US-UK-Beziehungen nach Trumps scharfen Kritik an Keir Starmer wegen seiner Haltung zur Iran-Kriegsfrage.
Doughty sagte: ‘Die Verzögerung des Abkommens wird viele Chagossianer enttäuschen – obwohl ich akzeptiere, dass nicht alle – die es richtig sehen als einzigen praktikablen Weg zu einem nachhaltigen Wiederaufbauprogramm, das Mauritius unter seinen Bedingungen umsetzen könnte.’
Unmöglichkeit des Chagos-Inseln-Abkommens sorgt bei Inselbewohnern für Sorge
Das Chagos-Inseln-Abkommen, das lange als potenzielle Lösung für den langjährigen Streit um die Souveränität der Inseln galt, gilt jetzt als ‘politisch unmöglich’, sagte Doughty. Diese Entwicklung hat viele Chagossianer enttäuscht, da das Abkommen als entscheidender Schritt zu einem nachhaltigen Wiederaufbauprogramm angesehen wurde.
Das Vereinigte Königreich war lange Druck von der UNO und anderen internationalen Institutionen ausgesetzt, die Frage der Chagos-Inseln zu lösen, die 1965 von Mauritius getrennt und später von Großbritannien verwaltet wurden. Die Inseln sind Heimat einer Bevölkerung von Chagossianern, die in den 1970er Jahren gewaltsam vertrieben wurden, um Platz für den US-Militärstützpunkt auf Diego Garcia zu machen.
Trotz der britischen Verpflichtung zum Diego Garcia-Abkommen hat der Rückzug der US-Unterstützung die Situation komplizierter gemacht. Die USA hatten das Abkommen ursprünglich unterstützt, doch unter der Trump-Regierung schien sich die Haltung geändert zu haben. Diese Veränderung hat die britischen Bemühungen, das Abkommen zu finalisieren und die notwendigen legislativen Schritte zu unternehmen, erschwert.
Laut Doughty glaubt die britische Regierung weiterhin, dass das Diego Garcia-Abkommen für die fortgesetzte Betriebsfähigkeit des Militärstützpunkts entscheidend ist. Ohne US-Unterstützung kann das Abkommen jedoch nicht finalisiert werden, und der Gesetzentwurf wird in der aktuellen Sitzung nicht den parlamentarischen Prozess vollenden.
Das Chagos-Inseln-Abkommen war seit Jahrzehnten ein Streitpunkt, und die aktuelle Blockade unterstreicht die Herausforderungen, eine Lösung zu finden. Das Vereinigte Königreich bleibt dabei, eine Lösung zu finden, doch die politischen und rechtlichen Hürden haben den Prozess immer schwieriger gemacht.
Als die Situation sich weiterentwickelt, drängen die Chagossianer und ihre Unterstützer weiterhin auf eine Lösung, die es ihnen ermöglicht, zu ihrem Heimatland zurückzukehren. Die Haltung der britischen Regierung zu dieser Frage wird vermutlich ein Thema in zukünftigen parlamentarischen Sitzungen sein, da sich die politische Landschaft weiter verändert.
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