Sundus al-Kurd. Eine Mutter aus Gaza. Wurde am Montag mit ihrer Tochter Bisan nach fast zwei Jahren getrennter Trennung wieder vereint. Bisan war eine der mindestens acht Kinder, die in den frühen Wochen des Krieges als Frühgeborene aus Gaza evakuiert wurden und nun aus Ägypten zurückkehren, berichtete die BBC.

Evakuierung aus dem Shifa-Krankenhaus

Die Kleinkinder gehörten zu mehr als 30 schwer kranken Neugeborenen in Inkubatoren, die im November 2023 während intensiver Kämpfe aus dem Shifa-Krankenhaus in Gaza evakuiert wurden. Das Krankenhauskomplex war zuvor von israelischen Streitkräften besetzt worden, die erklärten, es sei von Hamas genutzt worden.

Sundus al-Kurd wartete am Nasser-Krankenhaus in Khan Younis mit einem rosa bestickten Kleid für ihre Tochter. Sie erzählte der BBC. Wie sie versucht hatte. Ihre Neugeborene aus dem Shifa-Krankenhaus zu bringen, nachdem israelische Streitkräfte es besetzt hatten, aber man sagte ihr, dass Bisan nicht aus ihrer Inkubator aus dem Krankenhaus gebracht werden könne.

Es dauerte fast ein Jahr, bis Sundus erfuhr, was mit ihrer Tochter geschehen war. Sie sagte, sie habe zwischen Verzweiflung und Hoffnung gelebt, dass ihre Tochter noch am Leben sei. Monate später hörte sie in den Nachrichten, dass Frühgeborene im Shifa-Krankenhaus gestorben seien. Sie sah die Fotos und versuchte, als Mutter zu spüren, ob es sich dabei um ihr Kind handelte oder nicht.

Ein Traum wird wahr

Nach fast einem Jahr erfuhr Sundus, dass ihre Tochter in einem ägyptischen Feldkrankenhaus lebend und gesund sei und durch das rosa Armband, das ihr direkt nach der Geburt gegeben worden war, identifiziert wurde. Sundus hatte bereits ein weiteres Kind verloren, ihre Eltern und ihren Bruder, bevor Bisan geboren wurde. Sie sagte, die Nachricht, dass ihre Tochter am Leben sei, sei „wie ein Traum“.

Laut der BBC ist die Rückkehr dieser Kleinkinder ein kleiner Sieg in dem begrenzten Strom an Vorteilen, die durch den von US-Präsident Donald Trump verordneten Gaza-Friedensschluss gebracht wurden. Doch sechs Monate nach diesem Friedensschluss ist die Zukunft Gaza ungewiss, festgefahren in einem zerrissenen Zwischenzustand zwischen Krieg und Frieden.

Das Territorium ist immer noch geteilt, mit israelischen Streitkräften, die vorübergehend den Großteil von Gaza kontrollieren, und Hamas, die angeblich ihre politische und praktische Herrschaft in dem verbleibenden Gebiet, in dem die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung lebt, verstärkt. Das Land ist von Trümmern geprägt.

Ungewisse Zukunft für Gaza

Die Wiederherstellung und der Rückzug israelischer Streitkräfte sind im Trump-Plan mit der Auflösung der Hamas verbunden, und es gibt kaum Zeichen von Fortschritten in dieser entscheidenden Phase des Abkommens. Nickolay Mladenov, der als hochrangiger Vertreter für die Kommunikation mit der Gaza-Verwaltung unter dem Trump-Plan ernannt wurde, sagte letzte Woche bei der UNO, dass die Wahl sei zwischen „neuer Krieg oder einem neuen Beginn“ in Gaza.

Eine palästinensische Funktionärin, die nahe bei Hamas steht, sagte der BBC, dass die Gruppe die von ihr erhaltenen Auflösungsangebote ablehnen würde. Mit Israel, das nun Kriege in Libanon und im Iran führt, ist die Aufmerksamkeit von Gaza abgelenkt worden, doch die Lehren, die es bietet, sind wichtiger denn je – über die Herausforderungen, die folgen, wenn Israel Kriege führt, und die Schwierigkeiten, die es hat, militärische Macht in nachhaltigen Frieden umzuwandeln.

Die Wiedervereinigung von Sundus al-Kurd mit Bisan ist ein seltenes Moment der Hoffnung in einer Region, die Jahre von Krieg und Leid erlebt hat. Die Rückkehr dieser Kinder, die aus dem Shifa-Krankenhaus evakuiert wurden, unterstreicht den menschlichen Preis des Krieges und die Resilienz von Familien inmitten unvorstellbarer Strapazen.

Laut der BBC fand die Evakuierung der Neugeborenen aus dem Shifa-Krankenhaus im November 2023 statt, während einer Zeit intensiver Kämpfe. Mehr als 30 schwer kranke Neugeborene wurden in Sicherheit gebracht, und nun, nach fast zwei Jahren, haben einige von ihnen ihre Familien wieder besucht.

Sundus al-Kurd beschrieb die emotionalen Momente, während sie auf die Rückkehr ihrer Tochter wartete. Sie sagte, sie sei „zwischen Angst und Freude zerrissen“, während sie sich Sorgen machte, ob sie nach mehr als zwei Jahren Trennung als Elternteil angenommen würde. Ihre Geschichte ist eine von vielen in Gaza, wo Familien seit Jahren durch Krieg und Konflikt getrennt wurden.

Die Rückkehr dieser Kinder ist ein kleiner, aber bedeutender Schritt vorwärts in den laufenden Bemühungen, Gaza zu rekommunizieren und Normalität wiederherzustellen. Doch der Weg zum Frieden bleibt ungewiss, und die Herausforderungen, die vorliegen, sind groß.

Der von Donald Trump im Jahr 2024 verordnete Gaza-Friedensschluss brachte einige Erleichterung, doch die Zukunft der Region bleibt unklar. Der Trump-Plan verknüpft den Rückzug israelischer Streitkräfte mit der Auflösung der Hamas, und es gibt kaum Zeichen von Fortschritten in dieser entscheidenden Phase des Abkommens.

Laut der BBC ist die Rückkehr dieser Kinder ein Erinnerung an den menschlichen Preis des Krieges und an die Resilienz von Familien inmitten unvorstellbarer Strapazen. Es ist auch ein Zeugnis für die Bemühungen humanitärer Organisationen und internationaler Akteure, Frieden und Stabilität in der Region herbeizuführen.